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Lieferant der Fotovoltaik-Anlage haftet nicht für Strompreishöhe

Lieferant der Fotovoltaik-Anlage haftet nicht für Strompreishöhe

Wer eine Fotovoltaik-Anlage auf einem Hausdach liefert und installiert, der haftet nicht, wenn er dem Käufer einen falschen Strompreis nennt. Das entschied das Saarländische Oberlandesgericht (Az. 1 U 31/10). Es sei allein das Risiko des Käufers, welche Einnahmen er erzielen könne.

Ein Hausbesitzer hatte auf seinem Wohnhaus-Dach eine Sonnenstrom-Anlage installieren lassen, die 2007 und 2008 in zwei Teilen geliefert wurde. Da die "Einspeisevergütung" für den mit der Anlage produzierten Strom aber von Jahr zu Jahr geringer wird, erhielt der Kläger für den zweiten Teil der Anlage einen geringeren Kilowattpreis. Der Lieferant habe ihm zugesichert, dass noch die höhere 2007er-Vergütung gelte, der Kläger rechnete 10 000 Euro entgangene Vergütung vor.

Die Richter winkten ab. Eine Haftung gebe es nur für Mängel der Anlage, doch die funktioniere anstandslos.