Mietrecht

Renovierung gehört zu Modernisierungskosten

Vermieter können Kosten für Renovierungsarbeiten, die nach Modernisierungsmaßnahmen erforderlich werden, auf Mieter umlegen, berichtet der Verband nordwestdeutscher Wohnungsunternehmen von einem BGH-Urteil (Az. VIII ZR 173/10).

Im Streitfall ließ der Vermieter beim Mieter neue Wasseruhren einbauen - eine Modernisierung. Nach dem Einbau musste die Wand neu tapeziert werden - diese Renovierung führte der Mieter selbst aus und bekam dafür Geld vom Vermieter. Der aber legte dann die Kosten für Wasseruhr-Einbau und Neutapezierung auf alle Mieter um. Der Mieter verweigerte für 24 Monate die Zahlung des Tapezierkostenanteils, insgesamt 31,68 Euro.

Der BGH gab dem Hausbesitzer Recht. Der Vermieter darf die Kosten für Renovierungsarbeiten, wenn sie nach Modernisierungen erforderlich sind, tatsächlich umlegen. Dies gilt auch dann, wenn die Kosten nicht durch einen Handwerker entstehen, sondern indem der Mieter die Arbeiten selbst vornimmt und sich die Aufwendungen erstatten lässt. VNW-Sprecher Peter Hitpaß: "Gehörten früher alle Aufwendungen des Vermieters zu den Modernisierungskosten, so ist es nur konsequent, wenn dies auch für die Kosten gilt, die der Vermieter dem Mieter erstattet."