Recht

Stromleitung dulden auf eigenem Land

Große Begeisterung dürfte bei den wenigsten Grundstückbesitzern ausbrechen, wenn Stromleitungen auf ihrem Land verlegt werden sollen. Viele versuchen, darum herumzukommen.

Doch nicht immer ist das erfolgreich, wie ein Fall vor dem BGH (Az. VIII ZR 223/09) zeigt.

Wenn jemand selbst einen Stromanschluss hat, muss er zumeist dulden, dass Leitungen über sein Land geführt werden - etwa damit andere Anlieger versorgt werden. Das Versorgungsunternehmen darf in seiner Auswahl der günstigsten Trassenführung nicht allzu sehr bedrängt werden. In dem Fall hatte der Eigentümer argumentiert, dass eine Verlegung im Straßenraum doch auch möglich sei. Laut LBS-Bericht über das Urteil muss aber bei einer alternativen Route nicht zwingend auf öffentlichen Grund ausgewichen werden.