Förderung

Prämie für den Wohnungsbau zweckgebunden

Bausparen ist Zwecksparen für Wohneigentum und alles, was damit zusammenhängt. Der Staat unterstützt das mit Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie, doch er knüpft auch Bedingungen an die Förderung.

Für die Sparzulage etwa gilt eine Bindungsfrist von sieben Jahren. Erst danach kann der Bausparer über die Sparzulage verfügen. Kommt der Bausparvertrag innerhalb dieser Bindefrist in die Zuteilung, wird die Zulage gutgeschrieben, wenn das Geld "wohnwirtschaftlich" eingesetzt wird.

Die Bindefrist-Regel gibt es auch für die Wohnungsbauprämie - aber nur für Verträge von vor 2009. Bei Verträgen ab 2009 ist die Wohnungsbauprämie immer an wohnwirtschaftliche Zwecke gebunden. Eine Ausnahme gibt es für junge Leute, die bei Vertragsabschluss jünger sind als 25. Sie dürfen die Prämien nach sieben Jahren frei verwenden.

Wie aber weist man der Bausparkasse den Wohnzweck nach? Beim Kauf von Grundstück, Wohnung oder Haus genügt eine Kopie des Kaufvertrags. Handelt es sich um den Bau eines Hauses, ist ein Eigentumsnachweis erforderlich: Grundbuchauszug plus Baugenehmigung.

Soll das Geld für Modernisierung, Instandsetzung, An- oder Umbau ausgegeben werden, benötigt die Bausparkasse neben dem Eigentumsnachweis Handwerker- oder Materialrechnungen. Die müssen auch bei Modernisierungen in der Mietwohnung eingereicht werden. Zur Ablösung eines bestehenden Darlehens - auch dies ein wohnwirtschaftlicher Zweck - muss der Darlehensgeber die Höhe der Forderung bestätigen.

Mit diesen Unterlagen weist die Bausparkasse dem Finanzamt den erfüllten Wohnzweck nach, das dann Sparzulage und/oder Wohnungsbauprämie auf das Bausparkonto überweist.