RAL-Richtlinie

Für Elektroinstallation geben Bauherren wenig Geld aus

| Lesedauer: 2 Minuten

Auf nur etwa drei Prozent der Gesamtinvestitionen belaufen sich in einem neuen Eigenheim die durchschnittlichen Aufwendungen für Elektroinstallation. Aber jetzt gibt es gute Gründe für mehr Aufwand, heißt es bei der "Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung" (HEA).

Für eine zukunftsträchtige, energiesparende Hausausstattung gibt es jetzt vom "RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung" zertifizierte neue Richtlinie RAL-RG 678.

Die Anzahl der Elektrogeräte im Haushalt wächst, vor allem die Kommunikationstechnik von PC bis WLAN. Eine sichere Infrastruktur erfordere, die Elektroinstallation "quantitativ und qualitativ zukunftssicher auszulegen". Zudem sei heute mehr Energieeffizienz gefordert, und dafür könne die Verknüpfung von Elektro und Gebäudesystemtechnik neue Möglichkeiten schaffen. Mit nur geringem Mehraufwand ließen sich Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung, der Sonnenschutz und weitere technische Funktionen vernetzen.

Grundlage für die neue RAL-Regel ist die DIN 18015, Teil 2. Sie legt Mindestanforderungen für die Elektroinstallation in Wohngebäuden fest. Die alte Richtlinie RAL-RG 678 (Titel: "Elektrische Anlagen in Wohngebäuden - Anforderungen") beschrieb seit 2004 aufbauend auf der DIN-Norm drei Ausstattungswerte.

Mit der neuen RAL-Richtlinie mit Stand vom November 2010 wird jetzt einen weitergehender Standard definiert, so die HEA: Neben den mit einem, zwei oder drei Sternen gekennzeichneten Ausstattungswerten kommen drei weitere für die Ausstattung mit Gebäudesystemtechnik hinzu: 1 plus, 2 plus und 3 plus.

Die RAL-Richtlinie fordert schon bei der "1 plus"-Ausstattung Vorbereitungen für Schalten/Dimmen, schaltbare Steckdosen zum Energiemanagement, Sonnenschutz, Heizen, Kühlen, Lüften sowie Sicherheit durch vorbereitende Installationen von BUS-Technik - mit der sich im Haus mehrere Geräte zentral steuern lassen. Alternativ sollen zumindest Installationsrohre für die Nachrüstung vorzusehen sein, berichtet die HEA.

Ob oder ab wann diese Richtlinie zum Stand der Technik wird und damit beim Neubau zwingend berücksichtigt werden muss, das steht noch in den Sternen. Schon bei der geforderten Ausstattung von Neubauten mit Wohnungen sind DIN-Vorgaben nicht immer bindend.

Entdecken Sie Top-Adressen in Ihrer Umgebung: Elektroinstallation in Berlin

( tr )