Altersvorsorge

Wohn-Riester wird zum Erfolgsmodell

Die erst im November 2008 eingeführte Eigenheimrente hat sich im Jahr 2010 dynamisch entwickelt. Mit 294 000 zusätzlichen Wohn-Riester-Verträgen konnte der Bestand nach den aktuellen Zahlen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales im Vergleich zu 2009 auf nun 491 000 mehr als verdoppelt werden.

Wohn-Riester lohnt sich, hatte die Zeitschrift "Finanztest" schon vor einem halben Jahr bei einer Untersuchung mit allen riesterfähigen Produkten ermittelt, als Renditeerwartung, Kosten und Planbarkeit geprüft wurden. Dabei wurde Wohn-Riester deutlich häufiger als "günstig" oder "sehr günstig" bewertet als Fondsparpläne, als klassische oder fondsgebundene Rentenversicherungen, berichtete dazu die Bausparkasse Schwäbisch Hall. Nur der Banksparplan schnitt ähnlich gut ab wie Wohn-Riester-Varianten.

Bestnoten bekamen Riester-Bausparverträge dabei vor allem für ihre Zinsgarantie. Bereits bei Vertragsabschluss werden die Zinsen für die Spar- und Darlehensphase fest vereinbart.

Auch bei der Renditeerwartung liegen Riester-Kredite gut. Die Rendite entspreche dabei den durch die schnellere Tilgung ersparten Zinsen, was die Finanztest-Experten damals so kommentieren: "Kein anderer Riester-Sparvertrag bringt eine so hohe sichere Rendite."

Von den Kosten, mit denen Fonds und Versicherungen üblicherweise ihre Kunden belasten, bleiben Wohn-Riester-Nutzer eher verschont. Abgesehen von der Abschlussgebühr, oft ein Prozent der Bausparsumme, erhebe ein Teil der Bausparkassen keine weiteren Gebühren für Kontoführung oder Darlehen.

Riester-Bausparer können übrigens während der Sparphase mit individuellen Sparraten und Wahlrechten ihren Vertrag an die jeweilige Lebenssituation anpassen. Außerdem kann eine vierköpfige Familie mit Kindern ab Geburtsjahr 2008 bis zu 908 Euro an jährlichen Riester-Zulagen erhalten - plus individuelle Steuervorteile.

( tr )