Konflikt

Ombudsmann hilft bei Ärger mit dem Makler und Provisionszahlung

Um vermeintlich ungerechtfertigte Provisionsansprüche oder Fälle, in denen bereits "versprochene" Objekte noch an andere Interessenten vermittelt wurden - dies war der häufigste Beschwerdegrund über Makler, geht aus dem Jahresbericht des Ombudsmanns im Maklerverband IVD hervor.

Danach gab es von Oktober 2009 bis Oktober 2010 rund 80 Verbraucherbeschwerden, die der Amtsinhaber Peter Breiholdt schlichten musste.

Erfreulich fand er, dass alle Beteiligten sich jeweils an die gesetzten Fristen zur Stellungnahme oder zur Vorlage von Unterlagen gehalten hätten. "Außerdem konnten wir beobachten, dass die IVD-Makler zu ihrer Verpflichtung stehen und jeweils zu den Vorwürfen Stellung nahmen", berichtet IVD-Präsident Jens-Ulrich Kießling. Auch sei fast allen Antwortschreiben der Verbraucher zu entnehmen, dass die Entscheidungen des Ombudsmanns für sie nachvollziehbar waren - selbst wenn diese für sie nicht positiv ausgefallen sind.

Der IVD-Ombudsmann nimmt seit zwei Jahren Verbraucherbeschwerden an - natürlich nur mit Maklern dieses Verbandes - und erteilt Rat in Streitfällen. Der Jurist soll vor allem vermitteln, um bei beiden Parteien den teuren Gang vors Gericht zu vermeiden.