Umfrage

Viele wohnen trotz hoher Mietkosten lieber in der Großstadt

Wenn die Deutschen mit ihren vier Wänden unzufrieden sind, dann wegen der Mietkosten. Dieses Ergebnis hatte eine Umfrage von Immonet.de. Von 3415 Teilnehmern nannten 43,8 Prozent hohe Mietkosten als Grund.

Weitere 21 Prozent monierten einen zu kleinen oder ungünstigen Schnitt, 15,3 Prozent mangelte es an Komfort, und für zehn Prozent war die schlechte Infrastruktur Ursache der Unzufriedenheit.

Aber warum wohnen so viele Menschen überhaupt in Wohnungen, die ihnen eigentlich zu teuer sind, fragte man sich bei Immonet und fand in einer Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik eine plausible Antwort: Weil ihnen andere Wohnfaktoren wichtiger sind - wie etwa das Umfeld. So zieht es junge Familien wieder zunehmend in die Stadt, während diese Gruppe noch vor einigen Jahren als Anhänger von "ruhigen Wohnstraßen" und "ganz viel Grün" galt. Eine größere Auswahl an qualifizierten Arbeitsplätzen und das bessere infrastrukturelle Angebot - Kino, Kita, Karateclub - machen das Leben im städtischen Trubel auch mit Kindern für viele Eltern attraktiv.

Und so ziehen immer mehr Menschen in Stadtquartiere, obwohl es so manchem Metropolen-Neubürger angesichts der Mietpreise den Atem verschlägt. Wer sich dort ein Eigenheim wünscht, sei wegen des teuren Baugrundes in urbanen Regionen allerdings nicht viel besser dran. Kostengünstigere Doppel- und Reihenhäuser liefen dem Einfamilienhaus deshalb zunehmend den Rang ab, heißt es bei Immonet.