Bewertung

Verbrauchsausweis oft genauer als Bedarfsausweis

Nur 29 Prozent der Bedarfsausweise stellen den Energiebedarf annähernd zutreffend dar. Bei Verbrauchsausweisen hingegen lagen mit 66 Prozent mehr als doppelt so viele innerhalb der zulässigen Toleranz.

Dies wurde bei einer wissenschaftlichen Bewertung im Auftrag des Bundesbauministeriums festgestellt, berichtet die Hauseigentümerorganisation "Haus & Grund".

Die Forscher stellten fest, dass die Fehleranfälligkeit beim Bedarfsausweis wesentlich höher ist - weil seine Herstellung mit viel mehr Berechnungen verbunden ist als beim Zusammentragen von Verbrauchswerten der vergangenen Jahre. "Der eigentlich als hochwertiger geltende Bedarfsausweis hat in der Praxis eine unzureichende Zuverlässigkeit", betont die Studie. Aber auch: Beide Ausweisarten hätten sich bewährt, heißt es in der Untersuchung mit dem Titel "Evaluierung ausgestellter Energieausweise für Wohngebäude nach EnEV 2007".

Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann: "Die vorherrschende Auffassung, der Energieverbrauchsausweis sei schlechter als der Bedarfsausweis, ist damit schlicht unzutreffend."