Recht

Makler muss den Vermieter nicht immer nennen

Um Provision zu bekommen, gehört immer dazu, dass der Makler einem Wohnungsmietkandidaten den Namen und die Anschrift des Vermieters nennt - zumeist, aber nicht immer. Dies entschied das Landgericht Berlin (Az. 49 S 16/10), und die Berliner Kanzlei Breiholdt Rechtsanwälte berichtet von dem Fall.

Der Makler wies dem Mieter eine Wohnung nach, nannte ihm aber den Vermieter nicht. Das hatte diesen Grund: Nicht vom Vermieter, sondern von der Vormieterin war der Makler beauftragt, denn sie wollte unbedingt einen Nachmieter haben, der ihre Einbauten übernimmt.

Der Makler schickte der Vormieterin alle Unterlagen über den Kandidaten und erwartete, dass die zwei den Vermieter aufsuchen und dort verhandeln. So kam es auch, des Maklers Kunde mietete die Wohnung. Aber er lehnte eine Provisionszahlung ab, weil der Vermittler seine Maklerleistung nicht vollständig erbracht habe. Zum Nachweis gehöre sowohl die Benennung des Objekts als auch des Vermieters.

Das Landgericht Berlin sprach dem Mann doch Provision zu. Grundsätzlich sei es zwar so, dass die für eine Provision erforderliche Nachweistätigkeit nur gegeben ist, wenn der Makler auch den Vermieter benennt. Hier aber habe der Maklerkunde selbst keinerlei Nachforschungen mehr anstellen müssen, da er über den Vormieter alle Informationen zum Vermieter erhalten hatte. Der Makler wusste, dass die Vormieterin schon im eigenen Interesse alle Informationen über den Vermieter an seinen Kunden weitergeben würde. Der unterschriebene Mietvertrag zeigte, dass er sich dabei auch nicht geirrt hatte.