Vergleich

Energiekosten im großen Wohnhaus viel geringer als im Eigenheim

Nicht allein die Witterung beeinflusst den Heizenergieverbrauch, auch die Gebäudegröße spielt eine große Rolle. So entfallen auf Haushalte in heizölversorgten Zweifamilienhäusern bis 200 Quadratmeter Wohnfläche (ohne Warmwasser) Kosten von durchschnittlich 11,90 Euro/qm.

Bei Gebäuden mit mehr als 3000 qm Wohnfläche - also Häuser mit etwa 30 bis 40 Wohnungen - sind es hingegen nur 8,12 Euro/qm.

Das heißt konkret: Der Unterschied von rund 3,80 Euro pro Wohnflächen-Quadratmeter würde bei einer 80-qm-Wohnung mit rund 300 Euro pro Jahr zu Buche schlagen. Für diese Berechnungen hat der Eschborner Energiemanager Techem die Verbrauchswerte von rund 240 000 Wohnungen analysiert.

"Ein Grund für unterschiedlich hohe Heizkosten ist das Verhältnis von Außenfläche zum Volumen, das in großen Mehrfamilienhäusern günstiger ist. Je kleiner das Verhältnis von Außenfläche zum ganzen Raumvolumen, desto geringer ist der Energieverbrauch", erklärt Techems Geschäftsführungs-Chef Hans-Lothar Schäfer. So verbrauchen große Gebäude nur durchschnittlich 13,5 Liter Heizöl/qm, während man im Zweifamilienhaus mit 17,2 Litern rechnen muss.

Und noch zwei weitere Aspekte sind bedeutsam. Zum einen sinkt der Heizölpreis bei höheren Mengen. Wer den Heizöltank seines Mehrfamilienhauses wieder auffüllen muss, zahlte zuletzt etwa 60 Cent pro Liter Heizöl, während für Zweifamilienhäuser laut Techem im Durchschnitt 69 Cent berappt werden mussten.

Zum anderen sind auch verbrauchsunabhängige Nebenkosten um die Hälfte niedriger, da einige Positionen wie Wartung, Immissionsmessung oder Kaminreinigung fast unabhängig von der Gebäudegröße anfallen, im großen Haus aber von mehreren Parteien getragen werden.