Immobilienwunsch

Bausparkassen melden mehr Verträge mit Wohn-Riester

Viele Deutsche mit Immobilienwunsch sehen das Bausparen als einen Weg zum Ziel.

Im Jahr 2010 registrierte der Verband der Privaten Bausparkassen (Berlin) mehr als zwei Millionen Neuverträge, das sind 1,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Allerdings: Mit rund 145 000 neuen Wohn-Riester-Verträgen liegt der Anteil dieser geförderten Angebote am kompletten Neugeschäft erst bei sieben Prozent. Immerhin aber bedeutet das eine Verdoppelung der Wohn-Riester-Bausparverträge gegenüber dem Vorjahr.

Der Ruf des Bausparens zeigt sich nach Auffassung des Verbandes beim Spargeldeingang. Mit 18,1 Milliarden Euro - 11,3 Prozent mehr als 2009 - wurde ein Rekord in der Nachkriegsgeschichte erreicht. Bei der Bausparsumme entspricht die Steigerung einem Plus von fast drei Milliarden Euro. Damit verwalten die Kassen insgesamt eine Bausparsumme von mehr als 516 Milliarden Euro, ebenfalls ein neuer Höchststand.

Allerdings zeige sich beim Geldausgeben im Gegensatz zum Ansparen, dass die potenziellen Bauherren "noch sehr zurückhaltend sind". Die Baugeldauszahlungen lagen 2010 mit 21,6 Milliarden Euro um zehn Prozent unter dem Vorjahresergebnis, was der Bausparkassenverband auf die Folgen der Finanzkrise zurückführt. Weil jetzt aber bessere Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt herrschen, dürften bei der Baufinanzierung nun bessere Zeiten bevorstehen.