Rechtstipps

Abriss und Neubau können eine Kündigung rechtfertigen

Abriss und Neubau können eine Kündigung rechtfertigen

Vermieter können Mietern kündigen, wenn sie das Haus abreißen und stattdessen einen Neubau errichten wollen. Eine solche "Verwertungskündigung" ist dann zulässig, wenn die vorhandene Immobilie nicht mehr den heutigen Wohnbedürfnissen entspricht und nicht mehr mit angemessenem Aufwand mit einem vermietbaren Objekt saniert werden kann. Auf dieses BGH-Urteil (Az. VIII ZR 155/10) macht die Eigentümergemeinschaft Haus & Grund aufmerksam.

In dem Fall erwarb ein Unternehmen eine Wohnsiedlung, wollte diese abreißen lassen und kündigte deshalb den Bewohnern. An Stelle der alten, nicht mehr heutigem Wohnstandard entsprechenden Gebäude sollten moderne Mietshäuser entstehen. Ein Mieter widersetzte sich der Verwertungskündigung. Der BGH gab dem Vermieter Recht, weil dessen Planungen auf "vernünftigen und nachvollziehbaren" Erwägungen beruhten.