Ratgeber

Wasser und Kosten sparen: Toilettenspülung selbst reparieren

Eine defekte Toilettenspülung kann teuer werden. Deshalb sollte ein ständig tropfender Toiletten-Spülkasten nicht ignoriert werden.

"Einen defekten Wasserkasten selbst zu reparieren, ist sowohl bei Aufputz- als auch Unterputzmodellen nicht schwer", sagt Michael Pommer (DIY-Academy, Köln). Beide Spülsysteme sehen zwar unterschiedlich aus, funktionieren aber gleich. Beim Unterputzmodell ist der Spülkasten in der Wand oder in einer Vorwandinstallation verankert. Zunächst müssen dort die Zierblende und darunter die zweite Blende entfernt werden. Bei über der Toilette angebrachten Kästen lässt sich der Deckel des Spülkastens hochziehen.

"Ursache für Defekte sind oft verschmutzte oder verschlissene Dichtungen, ein klemmender Schwimmer oder ein kaputtes Ventil", sagt Pommer. Bei einer defekten Dichtung müsse zuerst das Absperrventil geschlossen und der Spülkasten entleert werden. "Dann dreht man den Zylinder im Kasten nach links oder rechts, um ihn zu lösen und auszuhängen." Die Dichtung am Zylinderkopf wird dann mit Spülmittel gereinigt oder ersetzt. Vor dem Wiedereinbau sollte man auch die Spülrohröffnung mit Gel-Reiniger säubern, rät der Do-it-Yourself-Experte.

Ein Versagen der Wasserspülung kann auch am kaputten Zulaufventil liegen oder am nicht mehr richtig schließenden Einlaufventil. Dann steigt das Wasser im Kasten über den vorgesehenen Höchststand und strömt über das WC-Becken in den Abfluss. Diese beiden Ventile müssen dann ausgetauscht werden.

An zu viel Wasser im Kasten kann aber auch ein defekter Schwimmer Schuld sein. Ältere Kästen haben oft einen Schwimmer aus Hartschaum, der sich mit der Zeit vollsaugt. Er steige dann nicht mehr hoch genug, um das Ventil zu schließen. Manchmal klemmt der Schwimmer auch und verursacht dadurch ein ständiges Nachfließen von Wasser. In solchen Fällen lässt sich der Schwimmer durch Verschieben oder Verstellen des Gestänges zum Ventil wieder gängig machen.