Online-Glücksspiel

Verlosung eines Hauses im Internet ist rechtswidrig

Gegen das Verbot des Online-Glücksspiels im Glücksspielstaatsvertrag verstößt die Verlosung eines Hauses im Internet.

Dies gilt auch, wenn die Lose nur zur Reservierung statt zum Kauf angeboten werden, wie das Potsdamer Verwaltungsgericht (Az. VG 6 L 327/10) entschieden hat.

Ein Österreicher hatte Lose zum Preis von 59 Euro im Internet angeboten, mit denen die Käufer ein Haus mit Grundstück in Brandenburg ersteigern könnten. Brandenburgs Innenministerium untersagte ihm dies, einen Antrag dagegen lehnten die Verwaltungsrichter ab.

Der Mann versprach den Teilnehmern, mit der Verlosung zu beginnen, sobald 13 900 Lose reserviert und gekauft seien. Werde diese Anzahl nicht erreicht, sollten alle ihr Geld abzüglich 15 Euro zurück bekommen.

Die Richter stellten fest, dass das Verbot von Glücksspielen nicht gegen Europarecht verstoße. Zudem verletzten die Vorschriften des Glücksspielstaatsvertrages nicht die Grundrechte des Anbieters der Verlosung. Die 16 Bundesländern als Unterzeichner regulieren mit dem Vertrag das Glücksspielwesen.