Wohnungssuche

Maklerverband IVD warnt vor unseriösen Vermittlern

In deutschen Ballungszentren treten in jüngster Zeit Wohnungsvermittler auf, die Wohnungsangebote nur gegen Vorkasse und auch unabhängig von einer erfolgreichen Vermittlung anbieten. "Wer auf Wohnungssuche ist, sollte niemals vorab pauschale Gebühren für die Wohnungsvermittlung bezahlen", rät Ulrich Löhlein, Rechtsanwalt beim Maklerverband Immobilienverband Deutschland.

Der IVD warnt vor solch unseriösen Wohnungsvermittlern, die den Angaben nach aber nur vereinzelt auftreten.

"Die Provision ist ein erfolgsabhängiges Honorar, das nur am Ende einer erfolgreichen Vermittlung der Immobilie an den Makler gezahlt wird", erläutert Anwalt Löhlein. Das Fordern von Dienstleistungs- oder anderen Gebühren vor Abschluss eines Mietvertrages hingegen sei unseriös und auch nicht rechtmäßig. Professionelle Immobilienmakler würden keine Vorauszahlungen verlangen, sagt er.

Wohnungssuchende sollten daher prüfen, ob es sich überhaupt um einen qualifizierten Makler handelt. Ein wichtiger Qualitätsnachweis für Makler sei auch die Mitgliedschaft in einem Berufsverband wie der IVD oder RDM.

Das Hamburger Landgericht (Az. 309 S 107/08) hat jüngst ein Urteil über solche Angebote gefällt: Wer nur gegen Vorkasse und erfolgsunabhängig Gebühren verlangt, verstößt gegen das Wohnraumvermittlungsgesetz, in denen der Gesetzgeber die Voraussetzungen für eine Provision des Maklers genau festlegt.

Kunden, die trotz Zahlung keine Wohnung gefunden haben, können danach die Gebühr zurückfordern. Geklagt hatte der Mieterverein Hamburg im Auftrag von neun Kunden.