Immobilienprofis

Makler raten, welche Energiesanierung ein Haus wertvoller macht

Eine energetische Haussanierung kostet viel Geld. Welche Maßnahme sich dabei für Hausverkäufer oder für Vermieter besonders lohnt, dazu haben deutsche Makler eine klare Meinung: Ganz vorn für Eigenheim-Verkäufer stehen Investitionen, die den Verkaufswert am effektivsten erhöhen.

Die Top-Empfehlung ist eine neue Dachdämmung, zu der 72 Prozent der Befragten raten; gefolgt von einer Fassadendämmung (65 Prozent) und einer fortschrittliche Wärmeschutzverglasung (63 Prozent). Andere Sanierungsschritte sehen die Makler als nicht so effektiv an, um den Verkaufspreis eines Hauses zu verbessern, ergab eine Studie des Portals Immowelt.de zusammen mit der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Dazu wurden 752 Makler befragt.

Bei Vermietern haben Immobilienprofis eine etwas andere Meinung, denn hier geht es nicht um höhere Verkaufspreise, sondern um Maßnahmen, mit denen sie einerseits bei neuen Mietkandidaten die Attraktivität der Wohnungen erhöhen und andererseits bei der vorhandenen Mieterschaft per Modernisierungs-Mieterhöhung die Rendite des Hauses verbessern können. Hier ist die Reihenfolge anders: Die "fortschrittliche Wärmeschutzverglasung" steht mit 65 Prozent auf Platz 1 - denn neue Dreifachfenster kosten nicht so viel wie eine Fassadendämmung (62 Prozent) oder eine neue Brennwertheizung (46 Prozent), sparen aber spürbar Energie ein.

Allgemein, so Immowelt, finden Makler Investitionen zur energetischen Sanierung bei Kaufimmobilien lohnender als bei Mietobjekten - schließlich achten Käufer deutlich mehr als Mieter auf den energetischen Zustand eines Hauses.