Recht

Hartz IV: Umgang mit Kindern rechtfertigt eine größere Wohnung

Der regelmäßige Umgang von getrennt lebenden Hartz-IV-Empfängern mit ihren Kindern rechtfertigt einen Umzug in eine größere Wohnung.

Das Dortmunder Sozialgericht (Az. S 22 AS 5857/10 ER) gab einem Bezieher von Arbeitslosengeld II Recht, der vom Jobcenter die Kosten für eine neue Unterkunft verlangte.

Wie das Gericht mitteilte, wohnte der Mann in einer 40-qm-Wohnung und hatte jedes zweite Wochenende und in den Schulferien seine elfjährige Tochter zu Besuch. Mit dem Hinweis, dass ein Umzug nicht notwendig sei, lehnte das Jobcenter die Kostenübernahme für eine 64 Quadratmeter große neue Wohnung ab.

Das Sozialgericht begründet seine Entscheidung damit, dass der Vater und seine Tochter eine "temporäre Bedarfsgemeinschaft" bildeten. Dafür sei eine Wohnung mit 40 Quadratmetern Größe zu klein und eine größere Unterkunft erforderlich. Zudem benötige das Mädchen ein kleines eigenes Zimmer.