Klima

Tauwetter lässt Wasserleitungen platzen

Deutschland taut auf. Nach klirrender Kälte sorgte zuletzt eine mildere Meeresluft für steigende Temperaturen.

Doch das Tauwetter kann für Haus- und Wohnungsbesitzer ein teures Nachspiel haben: Wenn Wasser in Heizungs- oder Trinkwasserleitungen gefriert und es anschließend taut, können Rohre platzen.

Jahr für Jahr bearbeiten die deutschen Hausrat- und Wohngebäudeversicherer mehr als eine Million Leitungswasserschäden. "Allein 2009 zahlten die Versicherer ihren Kunden hierfür mehr als 2,4 Milliarden Euro", sagt Jörg von Fürstenwerth (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) in Berlin. Wasserleitungen seien selten sichtbar, sie verschwinden gut verputzt hinter der Wand und damit aus den Köpfen der Mieter und Eigentümer. Schwierig wird es, wenn dann aufgetautes Wasser aus vorher wenig genutzten Leitungen in die Wohnung fließt und den Hausrat durchnässt.

Sollten gefrorene Wasserleitungen platzen, sollten Wohnungsbesitzer das Wasser absperren und auch den Strom abstellen, rät der Verband. Es dürfen zunächst keine elektrischen Geräte eingeschaltet werden.

Ein kostenloser Flyer der Versicherer - Titel "Kleines Leck, großer Schaden" - soll Verbrauchern wichtige Hinweise zum Thema Leitungswasserschäden bieten. Er kann kostenlos beim Informationszentrum der deutschen Versicherer "Zukunft klipp +klar" bestellt werden unter Tel. 0800/742 43 75. Ein Download des Flyers ist auch online möglich. www.klipp-und-klar.de