Mängel

Studie: Welche Banken beraten gut?

Erste Adresse, wenn es um die Baufinanzierung geht, ist meist die Hausbank. Doch zu oft bleiben bei der Beratung wichtige Aspekte unberücksichtigt.

Das ergab eine Studie zur Baufinanzierungsqualität von 14 Filialbanken, die das "Deutsche Institut für Service-Qualität" im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv vornahm. 140 verdeckte Testberatungen wurden durchgeführt und jeweils Finanzvorschläge angefordert. Zudem erfolgte eine Konditionenanalyse für Sofort- und Forward-Finanzierungen.

Schwächen zeigten sich vor allem bei der Bedarfsanalyse, die eine wichtige Voraussetzung für die Erstellung passgenauer Angebote ist. "Nur in jedem zweiten Gespräch wurden bestehende Vorsorgemaßnahmen des Kunden erfasst oder genaue Haushaltsrechnungen durchgeführt", bemängelt Instituts-Geschäftsführerin Bianca Möller. Zudem fehlten in den Finanzierungsvorschlägen oft entscheidende Informationen. "Kaufnebenkosten wurden in zwei Drittel der Unterlagen nicht klar genug oder gar nicht dargestellt, und nur jeder zweite Vorschlag berücksichtigte KfW-Förderdarlehen."

Die Konditionenanalyse zeigte eine große Spanne bei den Effektivzinssätzen. Bei Sofortfinanzierungen lagen je nach Tilgungshöhe und Laufzeit bis zu 0,85 Prozentpunkte zwischen dem günstigsten und teuersten Anbieter - bei einem Darlehen von 150 000 Euro mit zehnjähriger Laufzeit fallen so Mehrkosten von mehreren Tausend Euro an.

Kostenloser Tilgungs-Stopp

Große Unterschiede gab es auch bei der Flexibilität der Geldhäuser. Kostenlose Sondertilgungen waren bei knapp 30 Prozent der Finanzierungen nicht möglich, und weniger als die Hälfte der Banken bot die Option, eine Tilgung kostenlos auszusetzen.

Gesamtsieger des Tests und damit "Bester Baufinanzierer Filialbanken 2010" wurde die Sparda-Bank Hamburg.