Rechtstipps

Instandhaltungsrücklage: Erst ausgeben, dann Steuervorteil

In Wohnungseigentümergemeinschaften zahlen die Mitglieder eine Instandhaltungsrücklage. Davon werden Reparaturen am Gemeinschaftseigentum finanziert.

Doch wann kann der Eigentümer diese Ausgaben steuerlich geltend machen? Nach LBS-Informationen ist dies erst möglich, wenn die Summe tatsächlich für Handwerkerarbeiten ausgegeben worden ist, wie ein Fall vor dem Bundesfinanzhof (Az. IX B 124/08) zeigt.

Ein Eigentümer gab seinen Rücklage-Anteil gleich nach Überweisung an den Verwalter in der Einkommensteuererklärung als Werbungskosten an. Der Fiskus lehnte das ab, das Gericht auch: Erst wenn Rücklage-Geld ausgegeben sei, lasse sich beurteilen, ob es als Werbungskosten verwendet wurde oder vielleicht auch als "nachträgliche Herstellungskosten" ohne diesen Steuervorteil zu sehen sei. Zudem sei auch eine teilweise Auszahlung des Geldes an die Eigentümer möglich.