Altersvorsorge

Wohneigentum erspart Rentner-Haushalt 470 Euro im Monat

Wer in einer eigenen Immobilie wohnt, zahlt keine Kaltmiete mehr und hat als Immobilienbesitzer im Ruhestand deshalb mehr Netto im Monat mehr zur Verfügung als ein Mieter - durchschnittlich 472,26 Euro.

Das geht aus einer LBS-Anfrage beim Statistischen Bundesamt hervor. Der finanzielle Vorteil des Rentner-Haushalts im Eigenheim entspreche dem durchschnittlichen Mietwert der eigenen vier Wände.

Die Mietersparnis durch Wohneigentum macht sich laut LBS besonders im Alter bemerkbar, denn die gesetzliche Renten fällt meist viel niedriger aus als das letzte Arbeitseinkommen. Nach Angaben des Deutschen Instituts für Altersvorsorge verfügt ein zweiköpfiger Rentner-Haushalt nach Abzug aller Steuern und Abgaben über 1700 Euro netto im Monat - Leistungen aus privater Vorsorge bereits eingerechnet. Durch die ersparte Kaltmiete von 470 Euro steht ihre Netto-Einkommenslage gegenüber einem Mieterhaushalt um knapp 30 Prozent besser da. "Die eigene Immobilie sorgt dafür, dass Menschen ihren Lebensabend unbeschwerter genießen können", sagt Gregor Schneider (LBS).

Von der Mietersparnis profitieren Eigentümer heute länger als früher: Während vor 50 Jahren Ruheständler ihre Rentenzeit im Schnitt nur zehn Jahre genießen konnten, sind es heute mehr als 17 Jahre - Tendenz steigend, die Lebenserwartung nimmt weiter zu. "Wer dann nur Nebenkosten zahlen muss, hat im Alter mehr Geld in der Tasche", erklärt Schneider. Allerdings sollte er berücksichtigen, dass die Nebenkosten in der eigenen Immobilie oft auch höher sind als in der Mietwohnung: Hauseigentümer haben meist höhere Heizkosten, und in der Eigentumswohnung belasten Verwaltungs- und Instandhaltungskosten.