Baumeister für Berlin: Jugendstil von Max Stutterheim

Eine "hervorragende Baugruppe des Jugendstils" nicht nur für den Ortsteil Oberschöneweide (Köpenick), sondern für den ganzen Berliner Raum steht in der Helmholtzstraße. Nach eigenen Entwürfen plante und baute in den Jahren 1903/07 der Oberschöneweider Architekt und Bauunternehmer Max Stutterheim drei Mietshäuser. Er war als einheimischer Architekt an vielen öffentlichen und privaten Bauten in Oberschöneweide beteiligt. Bei diesen drei Nachbargebäuden verwirklichte er einmal unbeeinflußt von Bauherren-Wünschen seine eigenen Ideen, die sich in einem Mix aus Jugend- und Heimatschutz zeigen. Im Innern der Gebäude sind so viele originale Details erhalten, daß sie als Baudenkmäler den großbürgerlichen Wohnungsbau des Jugendstils dokumentieren.

Außen am besten erhalten von den dreien ist dieses asymmetrisch aufgebaute Haus, das über der Haustür Stutterheims Signet in einer stilisierten Wappenkartusche zeigt. Als "Baudenkmal von besonderem Wert" ist das Haus ebenso wie seine zwei Nachbarn heute geschützt. Von Max Stutterheim geplant und vom Amt denkmalgeschützt ist weiterhin die Friedhofskapelle auf Oberschöneweides Waldfriedhof.