Bemaltes Adler-Hotel

Dieses Haus steht als Symbol für hauptstädtischen Hotelbau nach dem Start ins 20. Jahrhundert.

Dieses Haus steht als Symbol für hauptstädtischen Hotelbau nach dem Start ins 20. Jahrhundert. Damals wurde Berlin und speziell die Friedrichstadt (im heutigen Bezirk Mitte) immer mehr zum Banken- und Geschäftszentrum. Die Schützenstraße war ein günstiger Standort - auch für das Beherbergungsgewerbe. Anno 1907 wurde das "Hotel Roter Adler" gebaut, ein Haus mit klarem Fassadenaufbau und viel Bauplastik.

Erker und Fassadenmalereien dienten dazu, "den Aufbau zu verunklaren, um das Gebäude aus den ehemals benachbarten Geschäftsbauten herauszuheben", beschreiben es die Berliner Denkmalexperten und loben eine Originalität durch die Mischung aus Renaissanceformen, Jugendstil und Gotik. Das aufwendige Bildprogramm an der Fassade zeigt Bezüge zur deutschen Geschichte und hat bis heute seinen malerischen Reiz bewahrt.

Baumeister des Hauses war Otto Michaelsen, der auch andere große Geschäftsbauten mitgestaltete. Außerdem war er 1923 für den Umbau eines "Kneipp-Kurhauses" (Hermsdorf) verantwortlich. Viel mehr allerdings, als dass er ein "Architekt in Berlin" war und dass er am 19. Februar 1872 geboren wurde, wissen große Architektenführer heute nicht mehr von ihm.