Baumeister für Berlin: Otto Klau

Der aufwändig gestaltete und drei Geschosse hohe Vorbau ist der optische Hauptakzent dieses neoklassizistischen Hauses in der Kollwitzstraße (Prenzlauer Berg). In der Nähe des Kollwitzplatzes bot das 1873/74 errichtete Haus einst herrschaftliche Wohnungen - besonders im Vorderhaus, wo noch heute im Treppenhaus Marmorstufen bis hinauf ins dritte Stockwerk anzutreffen sind. Das Mietshaus gilt den Experten im Berliner Landesdenkmalamt als typisches, heute aber selten gewordenes Beispiel für die gründerzeitliche Bautätigkeit in Prenzlauer Berg. An diesem Bauwerk wird gelobt, dass es sein ursprüngliches Aussehen bewahrt hat. So kann man nach einer Instandsetzung heute wieder die Arbeit des Architekten im Detail bewundern. In den alten Bauakten ist für die Planung der Name von Otto Klau vermerkt. Er arbeitete damals als Architekt für den "Deutsch-Holländischen Actien-Bauverein", der die ganze Straße parzelliert und bebaut hat. Weit hatte es Klau nicht zu seinen diversen Baustellen: Er wohnte damals in der Schönhauser Allee 74.