Internettipp

So können Kids sicher und kindgerecht chatten

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Chatten ist für viele Kinder und Jugendliche eine spannende Form der Kommunikation. Dort treffen sie Gleichgesinnte und fühlen sich „up to date“.

Doch bergen soziale Netzwerke und Videoplattformen wie das derzeit angesagte You Now bekanntermaßen auch Gefahren. Daher ist das Engagement der Eltern gefragt. „Es ist wichtig, dass Eltern die Übersicht behalten, welche Communities ihr Kind nutzt und mit wem es sich austauscht. Sinnvoll ist es, zusammen mit dem Kind geeignete Angebote auszusuchen“, empfiehlt Kristin Langer, Mediencoach von „Schau hin! Was Dein Kind mit Medien macht“. „Schau hin“ ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Medien- und Telekommunikationsunternehmen. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Für Kinder seien nur kindgerechte, von geschulten Moderatoren begleitete Netzwerke zu empfehlen, in denen unpassende Inhalte entfernt und User, die sich nicht an die Regeln halten, gesperrt werden, so die Experten. An die Moderatoren können sich Kinder jederzeit wenden, um Inhalte zu melden und um Hilfe zu bitten. Zudem sollten die Angebote möglichst werbefrei sein.

Generell gelte: Ab dem Lesealter könne sich ein Kind hier ruhig ausprobieren. Messenger und soziale Netzwerke für Jugendliche und Erwachsene seien jedoch nicht geeignet für Kinder, da sie viele Themen und Funktionen noch nicht verstehen, leicht mit ungeeigneten Inhalten konfrontiert und belästigt werden können. Am besten besprächen Eltern vor der Anmeldung mit ihrem Kind ein paar Chatregeln, betonen die Ratgeber von „Schau hin“:

Anmeldungen bei und Nutzung von Internetdiensten immer erst mit den Eltern besprechen.

Nur unpersönliche Chatnamen verwenden, keine privaten Informationen veröffentlichen und bedenken, dass Bilder und Clips auch gespeichert und weiterverwendet werden können.

Kontakt zu fremden Chatpartnern vermeiden, sich zu nichts überreden lassen, unangenehme Gespräche abbrechen und die Person melden sowie blockieren.

Den Chat niemals in privaten Räumen oder Nachrichten fortsetzen oder sich „real“ treffen.

Vereinbaren, dass sich Kinder bei Fragen oder unangenehmen Situationen an die Eltern wenden.

„Schau hin“ empfiehlt seitenstark.de/chat, kindernetz.de/netztreff, tivitreff.de, chat.kindersache.de, juki.de (ab 8 Jahren) sowie helles-koepfchen.de/forum, mein-kika.de und kidsville/kidsvilla (ab 10 Jahren). Auch über Kindersuchmaschinen wie fragfinn.de oder blinde-kuh.de (ab 6 Jahren) fänden Kinder sichere Communities. Tipps zum sicheren Chatten erhalten Eltern auf schau-hin.info unter „Soziale Netzwerke“ sowie auf chatten-ohne-risiko.net.

( BM )