Geldtipp

Ab sofort höhere Förderung für Gebäudeenergieberatung

Gebäudeenergieberater zeigen Hauseigentümern, wie sie Energie und Geld einsparen können.

Ihre Beratung ist außerdem eine Bedingung für die Gewährung von zinsgünstigen KfW-Sanierungskrediten und Zuschüssen. Diese Dienstleistung wird jetzt vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stärker finanziell gefördert. „Seit 1. März gibt es für eine sogenannte Vor-Ort-Beratung durch qualifizierte Gebäudeenergieberater in Ein- oder Zweifamilienhäusern bis zu 800 Euro Zuschuss, das sind 400 Euro mehr als vorher“, sagt Petra Hegen vom Landesprogramm Zukunft Altbau des Umweltministeriums Baden-Württemberg. „Für Wohngebäude mit drei oder mehr Wohneinheiten sind künftig 600 Euro mehr vorgesehen, insgesamt maximal 1.100 Euro.“ Der für Hausbesitzer zu zahlende Eigenanteil beläuft sich ungefähr auf denselben Betrag.

Für Wohneigentümergemeinschaften gibt es mit der jüngsten Änderung ebenfalls Verbesserungen: Die BAFA gewährt einen Zuschuss in Höhe von 100 Prozent der förderfähigen Beratungskosten für die zusätzliche Erläuterung des Energieberatungsberichts in einer Wohnungseigentümerversammlung oder Beiratssitzung, gedeckelt jedoch auf 500 Euro.

Die Gebäudeenergieberatung wird mit der höheren Förderung attraktiver, ist sich Jürgen Groß vom Deutschen Energieberater-Netzwerk (DEN) sicher. „Einzelmaßnahmen ohne Gesamtkonzept verbauen oft den Weg zur optimalen Lösung und sind am Ende deutlich teurer als ein paar hundert Euro für eine Energieberatung. Wenn jetzt die Kosten für die Beratung weiter sinken, lohnt sich das noch mehr.“

Viele Hauseigentümer schrecken vor einer energetischen Sanierung zurück. Was soll wann und wie gemacht werden, wie hoch sind die Kosten und wer soll das alles organisieren? Energieberater nehmen den Eigentümern diese Ängste. Die unabhängigen Experten analysieren bei einer Gebäudeenergieberatung systematisch den Ist-Zustand des Hauses, schlagen einen Sanierungsfahrplan vor und zeigen Finanzierungsmöglichkeiten auf. Die Sanierungsmaßnahmen können dann Schritt für Schritt oder in einem Zug umgesetzt werden und an weitere, sowieso durchzuführende Modernisierungsmaßnahmen kostengünstig gekoppelt werden; etwa wenn eine neue Farbe für die Fassade nötig ist.

Mit sinnvollen Sanierungsschritten ist es sogar möglich, ein Gebäude langfristig zum sogenannten Nahe Nullenergie-Gebäude machen. Das ist aber nur erreichbar, wenn ein Energieberater die Wechselwirkungen der einzelnen Maßnahmen sorgfältig geprüft hat und bei jeder Maßnahme die optimale Ausführung vorgesehen wird.

Informationen zur höheren Förderung gibt es unter der Adresse www.bafa.de/bafa/de/energie/energiesparberatung. Unter www.bakaberlin.de finden Sie eine Liste von Energieberatern des Bundesarbeitskreises Altbauerneuerung (BAKA). Die Deutsche Energie-Agentur (DENA) hält eine Liste unter www.energie-effizienz-experten.de bereit. Mehr Infos auch beim Bund der Energieverbraucher unter www.energieverbraucher.de.