Tiere

Wie wär’s mit uns beiden?

Heute ist Valentinstag – ein Fest der Liebe. Davon verstehen auch Tiere etwas. Die schönsten Balzgeschichten

Der Frühling steht vor der Tür. Und natürlich steigt mit steigenden Temperaturen auch die Flirtbereitschaft. Zu keiner Jahreszeit wird so viel geflirtet wie im Frühling – zumindest, wenn man den einschlägigen Statistiken trauen darf. Dass wir Menschen flirten, was das Zeug hält, ist ja klar. Aber wie sieht das eigentlich im Tierreich aus? Flirten Tiere auch? Und wenn ja, kann man das mit einem menschlichen Flirt vergleichen? Die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz einfach: flirten – nein, anbaggern – ja, unbedingt! So in etwa könnte man die neueren Erkenntnisse der Wissenschaft zu diesem Thema kurz zusammenfassen. Für einen Flirt im menschlichen Sinne fehlt unseren vierbeinigen beziehungsweise geflügelten oder beflossten Freunden nämlich dann doch so ein bisschen das charmante Unverbindliche. Aber dafür wird gebaggert, was das Zeug hält. Und das fast ausschließlich von den Männchen, denn im Tierreich herrscht in den allermeisten Fällen Damenwahl. Diese auf den ersten Blick doch etwas verblüffende Tatsache lässt sich biologisch leicht erklären: Ein Weibchen investiert im Tierreich im Regelfall wesentlich mehr Energie und Zeit in den gemeinsamen Nachwuchs als das Männchen. So bleibt zum Beispiel die aufwändige Brutpflege meist am Weibchen hängen, während sich das Männchen schon längst wieder den schönen Dingen des Lebens zugewandt hat.

Es dreht sich alles um die Liebe

Und das Weibchen sagt sich dann natürlich, wenn ich schon so viel in meinen Nachwuchs investiere, dann möchte ich auch das Beste zur Verfügung stehende Männchen zum Partner haben. Und zwar das Männchen, von dem ich glaube, dass es die besten Gene hat. Schließlich soll es ja diese guten Gene später einmal an den gemeinsamen Nachwuchs weitergeben. Was wiederum bedeutet, dass sich die Männchen gewaltig ins Zeug legen müssen, um die Weibchen von ihren Fähigkeiten als guter Liebhaber zu überzeugen – und von ihrer Gesundheit, Fitness und Leistungsfähigkeit.

Die Anbaggermethoden sind dabei oft von Art zu Art komplett unterschiedlich: So versuchen sich zum Beispiel Vögel, Wale und Insekten, aber auch einige Fische als Minnesänger und versuchen, die Dame ihres Herzens mit einem mehr oder weniger harmonischen Gesang zu beeindrucken. Andere Tierherren setzen auf Schönheit und probieren, mit ihrer körpereigenen Pracht zum Erfolg zu kommen. Wie etwa der Pfau, der ja bekanntermaßen sein berühmtes Rad nur schlägt, um bei der Damenwelt Eindruck zu schinden. Glühwürmchen wiederum setzen in Sachen Partnerwahl auf die Intensität ihrer selbstproduzierten Lichtsignale. Und die tropischen Winkerkrabben wollen – ihr Name verrät es ja schon – durch heftiges Wedeln ihrer Scheren zum Erfolg kommen.

Im Tierreich geht die Liebe aber oft auch durch die Nase oder welches Riechorgan auch immer den verschiedenen Tierarten zur Verfügung steht, denn ohne Hilfe aus dem Reich der Düfte geht bei vielen Tieren in Sachen Sex überhaupt nichts. Erst Sexualduftstoffe – Wissenschaftler sprechen von sogenannten Pheromonen – sorgen dafür, dass der gewünschte Partner unwiderstehlich angezogen wird. Und das möglichst noch zum richtigen Zeitpunkt. Übrigens: Das Wort Pheromon stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Träger von Erregung“.

Insgesamt sind die tierischen „Anbagger-Methoden“ oft wesentlich einfallsreicher und raffinierter als alles, was wir Menschen uns da so einfallen lassen. Lesen Sie selbst!