Tipps fürs Wochenende

Ein ver-rücktes Haus

Warum sind die Wände im Jüdischen Museum Berlin schräg? Warum endet eine Treppe im Nichts?

Warum sind die Fenster so schmal wie Schlitze? Die Architektur des Jüdischen Museums ist auch für Kinder interessant. Mit Leerräumen und Übergängen, mit den drei Achsen der deutsch-jüdischen Erfahrung und einem verwirrenden Garten des Exils schuf Architekt Daniel Libeskind ein Bauwerk zum Holocaust, macht aber auch die Kontinuität und Hoffnung auf ein Miteinander sichtbar. Bei einer Führung für Acht- bis Elfjährige gibt es viel zu entdecken und zu fragen. Mit Zollstock und Geodreieck erkunden die Kinder das Gebäude und erfahren, welchen Einfluss Licht, Treppen oder Ecken auf ein Haus haben. Danach gibt es Gelegenheit, aus Pappe, Knete und anderen Bastelmaterialien ein eigenes verrücktes Traumhaus zu gestalten. Dauer zwei Stunden, Kosten: 3 Euro inklusive Bastelmaterial, zuzüglich Museumsticket.

So, 11 Uhr. Jüdisches Museum, Lindenstraße 9-14, Kreuzberg