Kinder Kinder

Aufgeschnappt und Aufgeschrieben

Mittwoch, 15 Uhr, im Auto in Zehlendorf

Eine Mutter macht den Chauffeur-Service und bringt ihren Sohn und weitere Team-Mitglieder zum Fußball. In Zehlendorf steigt der dritte Fahrgast zu, ein Zehnjähriger. Er muss seit einigen Tagen eine Zahnspange tragen, oben und unten. Leider versteht man ihn deshalb nicht mehr gut. Er führt das Problem den anderen Jungs mit einem besonders schwierigen Wort vor, das er gerade in der Schule hatte: „Nati-al-soz-isten.“ Zweiter Versuch: „Nal-sisten.“ Dritter Versuch: „Na-iol-zisten.“ „Was meint er?“, fragt der eine Junge verwundert. „Ich glaube, nackte Sozialisten“, sagt der andere.

Freitag, 17 Uhr, in einem Kaufhaus in Spandau

Der Vater und seine dreijährige Tochter gehen durch die Parfümerie-Abteilung des Kaufhauses, als vernehmlich eine Lautsprecher-Ansage ertönt: Die Verkäuferin soundso soll sich in einer bestimmten Abteilung melden. Die Kleine beeindruckt: „Papa, hör’ mal. Das Haus kann sprechen!“

Sonnabend, 19 Uhr, in einem Wohnzimmer in Kreuzberg

Die Mutter spricht mit der zehnjährigen Tochter über das Thema Pubertät. Viele Klassenkameradinnen tragen offenbar schon ein Bustier und die Tochter will wissen, wann sie das auch braucht. Die Mutter: „Das kann man nicht so genau voraussagen, vielleicht im nächsten Jahr, vielleicht aber auch schon in diesem.“ Darauf die Tochter: „Ich will aber lieber ein Pferd haben!“

Diesmal aufgeschnappt und aufgeschrieben von Guido Fehling, Sandra Gellert und Susanne Leinemann. Haben auch Sie eine lustige Begebenheit mit Kindern oder Teenagern erlebt? Dann schreiben Sie an familie@morgenpost.de