Geldtipp

Brandschäden lassen sich leicht vermeiden

Plätzchen backen, Glühwein trinken, Kerzen anzünden: Vier von fünf Deutschen gefällt laut einer Forsa-Umfrage am Winter vor allem die Advents- und Weihnachtszeit. Offenes Feuer und Lichterketten bringen Gemütlichkeit in die kalten, dunklen Monate. Mit der heimeligen Atmosphäre ist jedoch schnell Schluss, wenn der Weihnachtsbaum Feuer fängt oder ein Kurzschluss in der Lichterkette einen Brand verursacht. Alljährlich steigt gegen Jahresende die Zahl der gemeldeten Brandschäden: Allein im Jahr 2012 verursachten 11.000 Brände in der Weihnachtszeit einen Schaden von insgesamt 32 Millionen Euro. Bernd Kaiser, Versicherungsexperte von Cosmos Direkt, hat Tipps zusammengestellt, wie man sicher durch die besinnliche Zeit kommt.

Kerzen richtig anzünden

Echte Kerzen – das ist für viele Romantik pur. Wichtig: Die Lichter des Tannenbaums von oben nach unten anzünden. So verhindert man, dass Kleidung mit den unteren Flammen in Berührung kommt. Für den Fall, dass die Zweige doch Feuer fangen, gehört neben den Baum ein Eimer Wasser zum Löschen.

Kerzen im Auge behalten

Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen lassen – auch nicht, um „mal eben kurz für fünf Minuten“ zu telefonieren.

Leicht Entzündliches vermeiden

Strohsterne oder Schleifen besser nicht an Tannenzweigen befestigen. Sie geraten ebenfalls schnell in Brand – genauso wie Weihnachtsgeschenke unterm Baum.

Für Sicherheitsabstand sorgen

Für Gestecke und Kränze ist eine feuerfeste Unterlage Pflicht. Kerzen nicht zu nah an leicht entflammbaren Dingen wie Teppichen oder Gardinen aufstellen.

Vorsicht bei trockenen Nadeln

Werden Nadeln oder Blätter trocken, fangen sie schnell Feuer. Deshalb den Tannenbaum vor und an Weihnachten am besten in einem Eimer Wasser aufbewahren. Adventsgestecke ebenfalls regelmäßig mit Wasser besprühen, um sie feucht zu halten.

Defekte Lichterketten entfernen

Sind Lichterketten oder -schläuche defekt, diese entsorgen. Durch einzelne kaputte Lämpchen steigt die Leistung der übrigen. Sie können leichter überhitzen.

Wer kommt für einen Schaden auf?

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Verbraucher nicht nur behutsam agieren, sondern sich auch gegen mögliche Schäden absichern. „Eine Hausratversicherung deckt kleine wie große Brandschäden ab“, sagt Bernd Kaiser. Denn durch die Hausratversicherung sind Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände abgesichert. Haus- und Wohnungsbesitzer sollten darüber hinaus eine Wohngebäudeversicherung abschließen, erklärt der Experte. Sie kann Eigentümer vor dem finanziellen Ruin schützen. Gleiches gilt für die Privat-Haftpflichtversicherung. „Fängt zum Beispiel der Tannenbaum Feuer und setzt die Wohnung des Nachbarn in Brand, haftet der Brandverursacher mit seinem gesamten Vermögen“, so Bernd Kaiser.