Partnerschaft

Eine Liebe auf der Flucht

Nusaiba, 27, und Bilal, 30, kommen aus Syrien. Sie lernten sich unter Lebensgefahr kennen und heirateten in einer Flüchtlingsunterkunft in Kreuzberg. Hier erzählen sie ihre Geschichte

Der Held kommt abends gegen halb elf. Bilal sitzt auf den Schultern seines besten Freundes und wird von einer Eskorte begleitet. Einer trommelt, die anderen singen. Die Braut erwartet ihn, sie tanzt und feiert seit dem Nachmittag mit ihren Freundinnen und den Frauen der Familie. Die Stimmung ist laut und fröhlich. Eine traditionell syrische Hochzeit. Doch in Wahrheit ist nichts, wie es scheint. Das Paar feiert in Kreuzberg, Berlin. Und nicht in seiner Heimat Syrien. Die Familie des Bräutigams wurde in alle Winde zerstreut, einige musste er in der zerstörten Heimat zurücklassen. Der Mann, der ihn trägt, ist in Wahrheit auch nicht sein engster Freund. Sondern ein Leidensgenosse, mit dem er sich hier in Deutschland am besten versteht. Wer genau hinschaut, sieht die Trauer in den Augen vieler Gäste.

Einzig die Sache mit dem Helden stimmt. Denn Bilal, 30, lernte seine Braut auf der Flucht aus Syrien kennen und folgte ihr ohne zu zögern in ein kleines Boot aufs Mittelmeer, um sie und ihre Familie zu beschützen. Gemeinsam flohen sie vor dem Krieg in Syrien, wie Hunderttausende ihrer Landsleute. Gemeinsam litten sie in einer überfüllten Nussschale unter dem Kommando eines Schleusers. Unzählige solcher Boote sind in den vergangenen Monaten gekentert, haben Hoffnungen zerstört und viele Menschenleben gekostet. Und doch erblühte im Angesicht des Todes diese Liebe, die hier im Bund fürs Leben mündet. Anerkannt ist die Ehe nicht. Denn die beiden haben nur einen Ehevertrag beim Imam einer Berliner Moschee abgeschlossen, sonst nichts. Dennoch gelten sie zumindest nach dem islamischen Gesetz als verheiratet, vor Gott und den Menschen.

Vor das Standesamt können sie nicht treten: Das Brautpaar hat in Deutschland keinen offiziellen Status. Grund ist das sogenannte Dublin-Übereinkommen, das die innereuropäischen Zuständigkeiten in Asylfragen regelt.

„Ich möchte endlich leben“

Zum ersten Mal sind sich die beiden im lybischen Benghazi begegnet, der ersten Station ihrer Flucht. Bilal kommt aus Daraa, einer Stadt südwestlich von Damaskus. Mitten im arabischen Frühling beginnt hier 2011 der friedliche Aufstand gegen den Assad-Clan. Tausende gehen auf die Straße. Auch Bilal demonstriert mit, voller Hoffnung auf Veränderungen im Land. Soldaten schießen auf die „Verräter des Heimatlandes“. Doch die Menschen lassen sich nicht einschüchtern; der Aufstand breitet sich immer weiter aus. Unaufhaltsam versinkt Syrien im Bürgerkrieg. Zwölf Millionen Menschen sind derzeit auf der Flucht, über zwei Millionen suchen Schutz im Ausland.

„Die Soldaten wollten Angst und Schrecken verbreiten. Beinahe hätte mich eine Kugel getroffen. Da bin ich dem Tod das erste Mal entkommen“, erinnert sich Bilal an den Beginn der Aufstände. Er wird festgenommen, harrt zwei Monate in Assads Gefängnissen und Folterkammern aus, wird schließlich entlassen. „In der Gefangenschaft bin ich dem Tod zum zweiten Mal entkommen. Doch plötzlich war ich eine Gefahr für meine Familie. Ich musste Syrien verlassen, um sie zu schützen.“

Schreckliche Erinnerungen

Mehr möchte der junge Mann über diese Zeit nicht erzählen. Nusaiba drückt seine Hand und drängt ihn, von ihrer Liebesgeschichte zu erzählen. Ihr Ablenkungsmanöver gelingt, seine Stimme gewinnt an Kraft. Später erzählt sie, dass Bilal Hilfe bei einem Psychologen suche, um die schrecklichen Erinnerungen zu verarbeiten.

Dem Assad-Regime entkommen, lässt Bilal sich Ende 2011 in der lybischen Stadt Benghazi nieder und baut eine kleine Schneiderei auf. In Daraa war Bilal gelernter Schneider in der Textilfabrik seines Vaters. Inzwischen ist die Fabrik niedergebrannt und seine Familie ebenfalls auf der Flucht.

Nusaiba, eine selbstbewusste humorvolle junge Frau, 27 Jahre alt, arbeitete nach ihrem Wirtschaftsstudium bei einer Exportfirma in Damaskus. Ende 2012 entflammte der Krieg im Yarmouk, ein Viertel in der Nähe von Damaskus. Die Eltern fliehen mit den vier Kindern nach Lybien. „Damals habe ich sie das erste Mal gesehen“, erzählt Bilal mit leuchtenden Augen. „Sie lief an meiner Schneiderei vorbei. Ihr Anblick weckte meine Neugier, ich wollte sie unbedingt kennenlernen“.

Doch Bilal ist ein schüchterner junger Mann, der die Tradition respektiert. Also traut er sich nicht, Nusaiba direkt anzusprechen. In der Zwischenzeit freundet er sich mit ihrem Bruder an, denn die wenigen Syrer, die im fremden Lybien Zuflucht gefunden haben, suchten Kontakt zu ihren Landsleuten. „Es verbinden uns die gleichen Sorgen und Leidensgeschichten“, erzählt Bilal.

Um dem Freund ihres Sohnes zu helfen, lässt Nusaibas Mutter Kleidung bei Bilal ändern und schickt ihm immer wieder selbst gekochte Gerichte. Die Mutter weiß, dass Bilal von ihr kein Geld verlangt. Das ist üblich in orientalischen Ländern: Die Familie eines Freundes lässt man nicht zahlen. Es ist auch eine Geste der Dankbarkeit und Respekt. Eines Tages geht Nusaiba ins Geschäft mit dem Auftrag ihrer Mutter, ein Kleid kürzen zu lassen. Die junge Frau lacht, als sie an dieses erste Treffen denkt: „Bilal hat mich sofort erkannt und gefragt, ob ich mit seinem Freund Omar verwandt sei.“ Bilal ergänzt: „Nusaiba ähnelt ihrem Bruder sehr. Ich war überwältigt von diesem Zufall, mein Herz schlug wie verrückt. Ich musste sie unbedingt wiedersehen! Natürlich habe ich sie nicht zahlen lassen.“

Bilal überlegt, wie und wann er um die Hand dieser wundervollen Frau bitten soll. Er ruft sogar seine Eltern im umkämpften Syrien an und kündigte an, heiraten zu wollen. Doch da kommt überraschend Omar in sein Geschäft. Der Freund will sich verabschieden: Er und seine Familie reisen weiter nach Zuwara im Nordwesten Libyens. Von dort aus wollen sie nach Europa fliehen, denn auch in Lybien hat sich die Lage dramatisch verschlechtert. Ein Kampf um die Macht zwischen den bewaffneten Militanten war entflammt, die Lage wird immer instabiler.

Das sind schreckliche Neuigkeiten für Bilal. Soll er die Frau, die er liebt, wirklich verlieren, bevor er ihr seine Gefühle erklären kann? „Ich musste schnell reagieren. Ich konnte sie nicht schutzlos auf diese gefährliche Reise gehen lassen!“ Kurz entschlossen kontaktiert er den Schleuser, zahlt für die nächste Fluchtmöglichkeit nach Europa. Das Warten wird zur Qual. Jeden Tag kann es losgehen, niemand weiß Genaueres. Dann ist es endlich soweit: Im September 2013 fährt Nusaiba mit ihren Eltern und ihrer Schwester quer durch Lybien bis an die Mittelmeerküste. Bilal folgt kurz darauf mit den beiden Brüdern. 1.500 Dollar in bar zahlen sie pro Kopf. Ohne Garantie auf eine sichere Ankunft, ohne zu wissen, wohin es sie verschlagen wird und wie es weitergehen soll in Europa. Das alles ist nicht wichtig – Hauptsache raus aus dem Krisengebiet, weg von der Gewalt und dem näher rückenden Krieg.

Die Schleuser pferchen 20 Familien in ein verfallenes Haus in Strandnähe. Rund um die Uhr werden sie von Bewaffneten bewacht. Die Flüchtlinge haben Angst, doch die Menschenschmuggler lassen jetzt niemanden mehr gehen. Aussteiger könnten den Sicherheitskräften zu viel verraten, sie sind eine Gefahr für das blühende Geschäft. Nach tagelangem Warten ist es endlich soweit. Nusaiba und ihre Familie steigen in ein kleines Boot. Als auch Bilal an Bord will, hält ihn der Boss auf. „Das Boot sei voll, meinte er. Ich habe ihn todernst angeguckt und gesagt: ,Meine Frau ist auf dem Boot, ich kann sie nicht alleine lassen!‘“ Der Boss lässt ihn gewähren, doch für Bilal gibt es keine Schwimmweste mehr.

Die Nussschale sticht in See – doch statt die Flüchtlinge wie versprochen zu einer großen Fähre zu bringen, schicken die Schleuser sie ohne Navigation nach Europa. Sie selbst bleiben in Lybien, um die nächsten Zahlungswilligen auf die lebensgefährliche Reise zu schicken. Das Boot treibt richtungslos auf den Wellen. Die Menschen haben weder Lebensmittel noch eine Ahnung, in welcher Richtung die rettende Küste liegt. Der Seegang wird stärker, das überladene Boot droht zu kentern. In letzter Minute opfern die Flüchtlinge ihre gesamte Habe, werfen alles über Bord. Viele werden seekrank. Nur ein Wunder kann sie jetzt noch retten. „Es ist schiere Ohnmacht, die einen Menschen in solch einer Situation beherrscht. Man hat keine Zeit zu überlegen, keine Kraft zu widersprechen. Man will sich nur retten“, erinnert sich Bilal an die dramatischen Momente auf hoher See. Nusaiba ergänzt: „Wir waren vollkommen verzweifelt. Mir war sterbensübel, ich musste mich permanent erbrechen.“ Plötzlich lacht sie , dreht den Kopf zu ihrem Mann und erklärt voller Stolz: „Ich habe in meinem ganzen Leben nie schlimmer ausgesehen, aber trotzdem hat er sich in mich verliebt.“

36 endlose Stunden

Endlich hat das Schicksal ein Einsehen: Nach 36 schier endlosen Stunden entdeckt ein italienisches Schiff das Boot. Die Besatzung bringt die erschöpften Flüchtlinge nach Lampedusa. Das Auffanglager ist überfüllt, die erste Woche kampieren sie im Freien. „Ich war froh, dem Tod das dritte Mal entkommen zu sein. Das Leben kann jeden Moment zu Ende sein. Also habe ich mir ein Herz gefasst und bei Nusaibas Bruder um ihre Hand angehalten. Er sah mich nur verwundert an und meinte, es sei nicht die passende Zeit für eine Hochzeit“, erzählt Bilal.

Während er und Nusaibas Familie sich in Lampedusa ein wenig erholen, ereignet sich ein großes Unglück direkt vor der kleinen Insel: Ein Boot mit mehr als 540 Menschen an Bord erleidet Schiffbruch. Die italienische Küstenwache und einheimische Fischer retten 155 Überlebende, während 390 Menschen ertrinken. Bilal schwört sich, dass er die Frau seines Lebens nicht verlieren wird, egal was passiert. Als sie kurz darauf nach Rom gebracht werden, bittet er Nusaiba um einen großen Gefallen: „Ich sollte den Behörden erklären, dass wir verheiratet sind. Bilal hatte Angst, dass man uns auseinanderreißen könnte. Ich war viel zu verwirrt, um seine wahren Gefühle zu erkennen. Aber ich gab ihm mein Versprechen, mich als seine Frau auszugeben“, erinnert sich Nusaiba. Im Auffanglager herrschen menschenunwürdige Zustände. Die Flüchtlinge werden wie im Dublin-Abkommen vorgesehen per Fingerabdruck registriert. Wer sich weigert, wird geschlagen. Flüchtlinge in der Europäischen Union (EU) müssen in dem Land einen Asylantrag stellen, wo sie zum ersten Mal in die EU einreisen. Die anderen Länder schicken sie ausnahmslos in das Einreiseland zurück.

Einmal registriert, werden die Flüchtlinge aus dem Lager entlassen. Sie sind auf sich selbst gestellt. Nusaiba erzählt: „Wir hatten kein Geld mehr, mein Vater hatte alle seine Ersparnisse für die Flucht über das Meer ausgegeben.“ Bilal bucht mit seinen letzten Ersparnissen Flugtickets für alle. Sie reisen nach Mailand und von dort nach Kopenhagen, mit der Hilfe eines Schmuglers. Das Bodenpersonal in Mailand lässt die Flüchtlinge an Bord der Maschine, die sie nach Dänemark bringt, trotz Dublin-Übereinkommen und fehlenden Papieren. Ein Versehen? Oder Absicht? Oder Abmachung mit den Schmuggler? Bilal weiß es nicht, es ist ihm auch egal. Am Ende landen sie im schwedischen Malmö. Eine Tante von Nusaiba, die schon lange dort lebt, empfängt die Familie, die einen fremden Mann mitgebracht hat.

Die Verlustangst bleibt

Sie stellen einen Asylantrag in Schweden, hoffen auf Anerkennung als Kriegsflüchtlinge. Endlich kann Bilal Nusaibas Vater um die Hand seiner Tochter bitten. Nusaiba zögert: „Ich hatte so viel Schlimmes durchgemacht. Für mich war er ein Held, doch ich fürchtete meine Gefühle. Wenn man einmal alles verloren hat, bleibt die Angst, wieder einen Verlust zu erleben, ein ständiger Begleiter.“ Doch ihr Vater gibt dem Paar seinen Segen, und Nusaiba stimmt der Verlobung zu. Nach fünf Monaten kommt ein neuer Tiefschlag: Der Asylantrag wird abgelehnt, die Syrer müssen Schweden verlassen. Ihnen droht die Rückführung nach Italien.

Doch ihr Weg führt sie nach Berlin. Bilal wird in ein Flüchtlingsheim in Spandau gebracht, Nusaiba und ihre Familie nach Kreuzberg. Ohne Ehevertrag dürfen die beiden nach islamischem Gesetz nicht zusammenleben. Ohne offiziellen Flüchtlingsstatus können sie in Deutschland nicht heiraten. Dieses Dilemma lässt sie fast verzweifeln. Sie beschließen, allen Widerständen zum Trotz Hochzeit zu feiern, nach islamischem Brauch und in syrischer Tradition. Denn eine orientalische Frau verzichtet nur in seltenen Fälle auf eine Hochzeitsfeier: „Ich wollte meine Freude über unsere Liebe mit unseren neuen Freunden teilen. Ich wollte mich hübsch machen und mich endlich wieder als Frau fühlen. Eine Hochzeit feiert man nur einmal im Leben, koste es, was es wolle.“

Am 13. Oktober 2014 kann die Hochzeitsfeier endlich stattfinden. Im Flüchtlingsheim in Kreuzberg ist ein Zimmer freigeworden. Mit Hilfe einer Sozialarbeiterin ziehen die Verlobten zusammen. Freunde, Bekannte, Heimbewohner – sie alle helfen mit, um die Hochzeit zu einem richtigen Fest werden zu lassen. Bilal und Nusaiba feiern ausgelassen, obwohl sie genau einer Woche vor ihrer Vermählung die Ablehnung ihres Asylantrages in Deutschland bekommen haben.

Das junge Paar scheint unbeeindruckt von dieser Entscheidung zu sein. Sie legen Einspruch ein und versuchen, die gemeinsame Zeit in Berlin zu genießen. Jung sind sie, lebensfroh und neugierig.

Hand in Hand schlendern die beiden durch die Straßen der fremden Stadt. Noch haben sie keinen Lieblingsort gefunden. Nusaiba erklärt mit einem Grinsen: „Die Adresse, die wir am häufigsten aufsuchen, ist die Ausländerbehörde. Da müssen wir öfters hin, das Erledigen der bürokratischen Dinge lässt uns nicht viel Zeit, etwas Anderes zu entdecken.“ Doch der Geist von Berlin inspiriert sie: „Die Geschichte der geteilten Stadt, die vor 70 Jahren in Schutt und Asche lag, gibt mir Hoffnung und lässt mich nach vorne schauen“, sagt Bilal. Laut überlegt er: „Jedes Volk muss offenbar mal eine Misere erleben. Anscheinend sind im Moment wir Syrer dran.“

Die Unterkunft des Paares im Flüchtlingsheim ist bescheiden, aber mit persönlichem Flair eingerichtet. Nusaiba stellt für die Besucher sogleich ein paar Leckereien auf den Tisch. Wie alle Syrer legt sie viel Wert auf Gastfreundlichkeit. Sie erweckt den Eindruck einer souveränen Frau, die ihre heimische Tradition bewusst bewahrt und zugleich offen auf Neues zugeht.

Das große Ziel des Paares ist es, falls ihr Asylantrag durchkommt, eine Wohnung außerhalb des Heimes zu finden und bald Deutsch beherrschen zu können. In der Unterkunft besuchen die beiden gemeinsam einen Sprachkurs. Auch an einem Yogakurs nimmt Nusaiba teil, während Bilal einen arabischstämmigen Psychologen aufsucht. Allerdings ergeben sich kaum Gelegenheiten, Deutsch zu praktizieren. Im Flüchtlingsheim haben sie lauter Ausländer um sich. Nusaiba sucht nach Möglichkeiten, mit Deutschen in Kontakt zu kommen. Jedoch: „Ich kann nicht arbeiten, Bilal ebenso wenig, und wir haben noch kein Kind, das in die Kita geht, wo man eventuell Kontakt knüpfen kann“, erklärt sie und wirkt zum ersten Mal verunsichert. „Ich traue mich auch nicht, die Menschen auf der Straße anzusprechen, vor allem, weil ich die Sprache nicht perfekt beherrsche.“

Sicherheit ist kostbar

Die beiden sitzen auf ihrem Sofa, gemütlich und entspannt. Sicherheit und Geborgenheit sind ein kostbares Gut, das beide schon seit Jahren nicht mehr genießen konnten. Und auch jetzt beschäftigen die beiden vor allem zwei schwierige Themen: die Organisation ihres Alltags in Berlin und die wenig Hoffnung machenden Nachrichten aus der Heimat, aus der sie nicht ein Erinnerungsstück retten konnten.

„Seit fast vier Jahren befasse ich mich ständig mit dem Tod. Jetzt möchte ich mich endlich dem Leben zuwenden“, erklärt Bilal. Er schaut seine Frau an, schenkt ihr einen warmen Blick und sagt leise: „Und zwar der schönen Seite des Lebens. Denn wir haben nur dieses eine.“