Kinderzimmer

80er

Eine Tür voller Aufkleber. „Das musste sein“, sagt Andreas Lange und lacht. Denn er durfte als Kind die Zimmertür nicht bekleben – daher präsentierte er seine Aufklebersammlung auf der Innenseite der Schranktür.

Die natürlich grün war, „das war einfach DIE Farbe in den frühen 80ern“, sagt er. Aufkleber und grüne Möbel erinnern auch in einer Sonderausstellung des Computerspielemuseums an die 1970er und 1980er-Jahre, in denen die „Heimvideospiele“ aufkamen.

Museumsdirektor Lange ist 1967 geboren und erkennt neben den Aufklebern auch andere Klassiker seiner Jugend in der Ausstellung wieder: den Gameboy und die Mad-Hefte, das drehbare Kassettenregal und das Pac-Man-Spiel. Das hatte der gebürtige Hesse in der Spielhalle kennengelernt, bis eine Gesetzesänderung 1984 die Ausflüge der Kids zu den Spielautomaten beendete. Zu Hause gab es nur Karten- und Brettspiele. Zum Glück hatte er Schulfreunde mit einem „Sinclair 81“, auf dem sie „Space Invaders“ spielten – allerdings erst, nachdem sie das Programm Zeichen für Zeichen abgetippt hatten.

Computerspielemuseum, Karl-Marx-Allee 93a, Friedrichshain, www.computerspielemuseum.de , täglich außer dienstags von 10 bis 20 Uhr geöffnet