Kinderzimmer

heute

Elisabeth, 6, hat wie so viele Mädchen und Jungen von heute ein Kinderzimmer wie ein wahr gewordener Traum.

Auf zwölf Quadratmetern gibt es ein schmiedeeisernes Bett mit geblümten Kissen und kunterbunten Plüschtieren, einen Schreibtisch und Regale mit Büchern, CDs, Lego, einer Puppe, Barbies, einem Arztkoffer und einem leuchtenden Zauberstab, der sogar Musik machen kann. Am liebsten mag die fantasievolle Erstklässlerin allerdings Leopold, eine Handpuppe in Froschstatur, die ihr engster Vertrauter ist – und ganz schön eifersüchtig werden kann, wenn Elisabeth ein neues Stofftier bekommt. Elisabeth kichert und hüpft mit Leopold ausgelassen auf ihrem Bett herum. Noch lieber allerdings tobt sie draußen auf der Wiese im Park. Oder sie erzählt ihrer Mutter Geschichten, die diese dann für sie aufschreiben soll.

„Wir haben zu viele Spielsachen“, findet Mutter Astrid Schröter, 44. Doch vor allem die Großeltern und der Papa können nicht widerstehen, wenn sie an einem Spielwarenladen vorbeikommen. Es ist ihre Art, Elisabeth ihre Liebe zu zeigen – und, wie oft sie an sie denken. Denn persönlich sehen sie Enkelin beziehungsweise Tochter eher selten: Oma und Opa wohnen weit weg, der Papa auch, seit sich die Eltern getrennt haben. Einmal im Monat kommt Papa Elisabeth besuchen, dann verbringen sie ein Wochenende miteinander im Hotel. Zu Hause darf Elisabeth sich nicht nur im Kinderzimmer ausbreiten, sondern im ganzen Haus. Auch darin ist sie ein typisches Kind ihrer Zeit.