Geldtipp

Wie sich Senioren etwas dazu verdienen können

So können Familien sparen

Nicht nur Rentner, sondern alle Menschen ab 50 und 60 Jahren finden im Internet über Jobportale wie „Rent a Rentner“, „Alte Profis“, „Rentner-Börse“ oder „Rentner sucht Arbeit“ eine Vielzahl an einmaligen, projektbasierten und längerfristigen Jobs. Die Betreiber stellen die Kommunikationsplattform kostenlos zur Verfügung, alles Weitere regeln Auftragnehmer und Auftraggeber.

Das Knifflige bei der Jobsuche über Onlineplattformen ist es, vorsichtig mit den eigenen Daten umgehen und trotzdem Aufträge zu bekommen. Die folgenden Tipps unterstützen Senioren von der Anmeldung bis zur Auftragsannahme.

Zuverlässig und erreichbar sein: Potenzielle Nutzer sollten zuverlässig und anpassungsfähig sein, Spaß an der Arbeit haben und gepflegt aussehen, sagt Birgit Wacks. Sie betreibt die Kontaktbörse „Alte Profis“. Auch die Erreichbarkeit ist wichtig: Senioren sollten ihre E-Mails regelmäßig abrufen und haben idealerweise einen Anrufbeantworter oder ein Handy.

Jobportal bedacht auswählen: Die Jobportale funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip: Internetnutzer können ohne vorherige Anmeldung Angebote und Gesuche lesen. Um einen potenziellen Arbeitgeber zu kontaktieren oder um selbst ein Gesuch aufzugeben, müssen sie sich bei den meisten Portalen anmelden. Die angegebenen Kontaktdaten sind dann nur für registrierte Nutzer sichtbar. Anders ist es bei der „Rentner-Börse“. Dort können Senioren ohne Anmeldung Kontakt mit Auftraggebern aufnehmen und Gesuche aufgeben. Wer selbst ein Inserat aufgibt, macht damit seine Daten sichtbar.

Sparsam mit persönlichen Daten umgehen: Anne-Katrin Wiesemann von der Verbraucherzentrale Sachsen empfiehlt, möglichst wenig Informationen anzugeben, da diese sonst zu Werbezwecken genutzt werden könnten oder jemand die Identität stehlen könnte.

Verschiedene Tätigkeiten angeben: Außer ungewöhnlichen Tätigkeiten, etwa als Weihnachtsmann aufzutreten, sollten auch oft nachgefragte Jobs wie Housesitting, Kinderbetreuung, Mathe- und Computernachhilfe, Näharbeiten, Gartenarbeit und Handwerkliches angegeben werden.

Stundenlohn richtig kalkulieren: Der Stundenlohn sollte sich nach Aufwand und Länge der An- und Abfahrt richten. Er liegt oft zwischen 10 und 30 Euro auf Verhandlungsbasis.

Vor Auftragsannahme Konditionen aushandeln: In jedem Fall sollten vorab die Bedingungen geklärt werden, gegebenenfalls sogar schriftlich. Das Honorar sollte am Ende gegen eine Quittung ausgezahlt werden.

Vor unseriösen Offerten schützen: Senioren sollten hellhörig werden, wenn sie schnell viel Geld verdienen können. Vorsichtig sollten sie auch sein, wenn sie in Vorleistung gehen sollen oder keine Voraussetzungen für die Tätigkeit beschrieben werden, so Wiesemann.