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So schützen Sie sich vor Taschendieben

Am See oder im Park relaxen, in luftiger Kleidung durch die Innenstadt bummeln, den Abend auf der Restaurantterrasse ausklingen lassen: Das ist für die viele der Inbegriff des Sommers.

Zu Recht. Doch leider heißt es auch im Sommer: Aufpassen! Denn wenn sich die Berliner und Touristen an beliebten Orten drängen, haben Taschendiebe Hochsaison.

135.617 Taschendiebstähle wurden im Jahr 2013 deutschlandweit angezeigt, ein Plus von 15,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch nur 5,7 Prozent der Täter werden geschnappt. Berlin zählt zu den Hochburgen, so das Ergebnis der Städte-Studie „Taschendiebstähle in Deutschland“ des Reisebuchungsportals Ab-in-den-Urlaub.de. Hier haben sich 20.794 Geschädigte im Jahr 2013 bei der Polizei gemeldet. Gern besuchte Plätze sind Fußgängerzonen, Kaufhäuser und öffentliche Verkehrsmittel. Meist sind es Teams, bei dem jeder Ganove seine spezielle Aufgabe hat. Wer die Tricks kennt, kann sich besser schützen:

Das Anrempeln: Das „Ziel“ wird angerempelt. Währenddessen entwendet ein zweiter Krimineller die Wertsachen. Besonders gern schlagen die Diebe während der Ein- und Ausstiegsphasen bei U- und S-Bahnen auf belebten Bahnsteigen zu.

Das Drängeln: In vollen Verkehrsmitteln rückt der Taschendieb unangenehm dicht an das Opfer heran. Der Dieb drängelt so lange, bis das Opfer ärgerlich seinen Rücken zuwendet und sich die mitgeführte Hand- oder Umhängetasche „griffbereit“ darbietet.

Im Restaurant: Während sich das Opfer angeregt unterhält oder isst, schleicht sich der Dieb von hinten heran und entwendet Wertsachen aus Taschen oder Jacken, die am Stuhl hängen.

Bettelnde Kinder: Kinder halten in Lokalen ein Schild hin, auf dem steht, weshalb sie Geld brauchen. Während das Opfer das Schild liest, stehlen die Kinder unter dem Schild liegende Wertsachen vom Tisch, zum Beispiel Portemonnaies, Handtaschen oder Mobiltelefone.

Ablenken durch Beschmutzung: Der Dieb beschmutzt scheinbar versehentlich die Kleidung des Opfers, vielleicht mit einem Eis. Während er versucht, den Dreck abzuwischen, stiehlt er unbemerkt Gegenstände aus der Jacke des Opfers.

Im Supermarkt: Das Opfer wird von Fremden gefragt, wo sich bestimmte Artikel befinden. Während es seinen Blick über die Regale schweifen lässt, greift der Dieb dann Wertsachen aus Taschen, die über dem Einkaufswagen hängen.

Ablenkung mit dem Stadtplan: Das Opfer wird von einem angeblich ortsunkundigen Täter, der mit einem Stadtplan wedelt, nach dem Weg gefragt. Während sich das Opfer über den Plan beugt, stiehlt der Täter dann Dinge aus der Tasche, die unter dem Stadtplan am Arm des Opfers hängt.

Taschenträger: Der Täter bietet Hilfe beim Tragen von Taschen an, vor allem älteren Menschen. Dabei stiehlt er Wertsachen, die darin liegen.