Nebenjobs

Traumziel Weltreise

Marie weiß noch genau den Tag, an dem sie als Eisverkäuferin bei Franken & Grunewald angefangen hat: Es war der 28. Mai 2013.

Das liegt vielleicht daran, dass sie mit dem Laden nach einem Jahr so gut wie verheiratet ist. Mehrmals pro Woche steht sie hinterm Tresen und verkauft exotische Eiskreationen wie Erdbeer-Himbeer-Minze, Milch und Keks oder Kulfi, Pistazie nach indischer Art. „Ich habe im Eisladen zwei meiner besten Freunde kennengelernt und auch mit den Chefs ein sehr vertrautes Verhältnis“, sagt sie. Die gute Stimmung im Team hilft, wenn es stressig wird: weil sich lange Schlangen bilden, Kinder quengeln oder Kunden meinen, dass sie nicht schnell genug bedient werden. „Ich habe in diesem Job schon sehr viel fürs Leben mitgenommen“, sagt die 19-Jährige: „Man muss geduldig, stressresistent und immer freundlich sein, sich zurücknehmen und zusammenreißen.“ Die Einnahmen aus dem 450-Euro-Job hat Marie für ihren Führerschein und einen Urlaub verwendet. Momentan spart sie für eine einjährige Reise, die sie um die halbe Welt führen soll, auf jeden Fall aber nach Australien, Neuseeland und auf die Fidschi-Inseln. Danach möchte Marie studieren, „vielleicht Molekularmedizin“. Dem Eisladen will sie trotzdem treu bleiben – als Verkäuferin, zumindest aber als Kundin.