Geldtipp

So bleibt die Wohnung auch bei Sommerhitze kühl

Monatelang wird der Sommer mit seinen strahlenden Tagen und lauen Nächten sehnlichst erwartet. Doch ist er dann endlich da, ächzen viele Menschen unter der Hitze.

Denn die Temperaturen, die im Urlaub am Strand ein Traum sind, können in den eigenen vier Wänden schnell zum Alptraum werden. Bei intensiver Sonneneinstrahlung kann die Innentemperatur auf über 35 Grad Celsius steigen, erklärt die Verbraucherzentrale Energieberatung.

Die sommerliche Wärme bedeutet Stress für den Organismus – gerade für kleine Kinder und für Senioren. Vor allem, wenn die Wohnung erst einmal richtig aufgeheizt ist und die Temperaturen auch nachts nicht auf ein erträgliches Niveau sinken, werden das Herz-Kreislauf-System und die Lunge belastet. Die Folgen reichen von Schlaflosigkeit bis hin zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen. Das lässt sich jedoch mit intelligentem Hitzeschutz einfach und kostengünstig verhindern. Birgit Holfert, Expertin der Verbraucherzentrale Energieberatung, erläutert das Prinzip: „Die Abkühlung einer einmal aufgeheizten Wohnung ist mühsam und teuer. Die Geheimnis ist deshalb, die Hitze gar nicht erst herein zu lassen.“ Ihre Tipps:

An sehr heißen Tagen nur in den kühleren Morgenstunden oder spät abends ausgiebig lüften, wenn ein frischer Wind weht. Tagsüber bleiben Fenster und Türen geschlossen.

Die Wärmeabstrahlung von Elektrogeräten und Lampen ist nicht zu unterschätzen. Deshalb an heißen Tagen genau überlegen, was eingeschaltet wird.

Die Aufwärmung der Räume über die Sonneneinstrahlung durchs Fenster wird am besten durch außenliegenden Hitzeschutz verhindert. Außen angebrachte Jalousien, Roll- und Klappläden also schließen oder Markisen einsetzen. Bei innen montierten Jalousien auf eine helle oder mit Metall beschichtete Außenfläche achten.

Für dauerbestrahlte Südfenster wenn möglich spezielles Sonnenschutzglas wählen. Einen ähnlichen Schutz bieten – meist getönte – Reflexionsfolien, die nachträglich von innen auf Glasflächen aufgebracht werden. Sie sind allerdings nur begrenzt haltbar.

Wem trotz dieser Maßnahmen immer noch zu heiß ist, der sollte über eine fachgerechte Dämmung des Hauses nachdenken. Birgit Holfert: „Eine wirksame Dämmung hilft gleich doppelt – im Sommer hält sie die Hitze draußen, im Winter die Wärme im Haus.“

Bei allen Fragen zu baulichem Hitzeschutz und dem effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale gern. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter der Telefonnummer 0800 / 809 802 400 (kostenfrei).