Patenschaft

Er soll behütet und beschützt aufwachsen

„Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele“: Den Psalm 121,7 haben Christina und Florian Kittelmann ganz bewusst für ihren einjährigen Sohn Lukas gewählt.

„Nach einem plötzlichen Kindstod im engen Freundeskreis war uns im vergangenen Jahr nichts wichtiger als die Gesundheit und Fröhlichkeit unseres Kindes“, sagt die Mutter. Behüten und beschützen wollen Lukas auch seine Paten: Die Eltern haben jeweils ihre Brüder für das Amt ausgewählt. „Damit können wir im Ernstfall sicher stellen, dass Lukas im Kreise der Familie aufwachsen kann.“ Lukas besucht eine evangelische Kita und soll später auch am Religionsunterricht teilnehmen. Von den Paten erhoffen sie sich aber eher weltlichen Beistand: „Unsere Paten sind sicher gute Gesprächspartner, wenn unser Sohn mal einen Ratschlag braucht, der nicht unbedingt von den Eltern kommen muss.“ Stephan Kittelmann lebt in Berlin und besucht sein Patenkind jede Woche: „Das Patenamt bedeutet für mich eine große Ehre, aber auch Verantwortung. Ich möchte meinen Neffen beim Aufwachsen begleiten.“ Patrick Dietz, der in London lebt, sieht den Sohn seiner Schwester nicht regelmäßig. Aber als beide Eltern beruflich eingespannt waren, nahm er Urlaub und kam aus England, um seinen Patensohn zu hüten.