Patenschaft

Zwei, die Freude und auch Sorgen miteinander teilen

„Jordan ist für mich ein Stück Familie“, sagt Irina Czertok über ihren Patensohn.

Was vor achtzehn Jahren begann, als Jordans Mutter ihre beste Freundin Irina fragte, ob sie die Patenschaft übernehmen möchte, hat nicht mit der Konfirmation geendet und wird weiter bestehen: „Ich werde für Jordan, so lange ich lebe, als seine Patentante da sein.“

Mit zweieinhalb Jahren zog Jordan Uecker in die Heimat des Vaters, nach Jamaika. Als Irina Czertok dem Jungen erklärte, dass sie sich nun für lange Zeit nicht sehen könnten, schaute er sie traurig an und sagte: „Das tut meinem Herzen weh.“ Zur Einschulung kehrten Jordan und seine Mutter zurück nach Berlin. Irina Czertok lernte mit ihrem Patenkind für die Schule, spielte mit ihm oder ging mit ihm ins Kino. Auch über religiöse Themen hat sie mit Jordan gesprochen, das Patenamt bedeutet für sie aber vor allem: „Liebe, Vertrauen und Verantwortung.“

„Mit Irina kann ich über alles sprechen: Schule, Berufswahl, Sport, Freunde, Freundinnen. Sie gibt mir auch Ratschläge“, sagt Jordan Uecker. Seine Patentante ist Psychotherapeutin. „Deshalb hat Irina manchmal einen anderen Blick auf die Dinge. Und es gibt auch einiges, mit dem ich mich lieber an Irina wende als an meine Eltern oder Freunde.“

Und auch wenn es mal nichts zu besprechen gibt, treffen die beiden sich – zum Sushi-Essen oder zum Shopping. Irina Czertok sieht darin einen großen Vorteil: „Dank Jordan“, sagt sie lachend, „kenne ich immer die coolsten Sneaker-Läden der Stadt.“