Kinder Kinder

Aufgeschnappt und Aufgeschrieben

Montag, 14 Uhr, in der U 6 Richtung Alt-Tegel

Der etwa Fünfjährige sieht in der sehr vollen U-Bahn eine Schwangere und deutet mit unmissverständlichen Gesten auf den Bauch der Frau. Seine Mutter: „ Da warst du auch mal bei mir drin“. Der Junge: „Und wie bin ich da raus gekommen“. Seiner Mutter ist es unangenehm wegen der vielen Blicke, die sie nun auf sich zieht. Sie sagt nur kurz: „Na unten.“ Der Junge erstaunt: „Was? Aus dem Pullermann?“. Die Mutter: „Nein, Jungs und Mädchen sind doch da unten anders“. Der Junge darauf mit nach beiden Seiten ausgestreckten Armen, halb fragend und halb erstaunt: „ Ach ja? Das wollte ich schon immer mal wissen.“

Mittwoch, 17 Uhr, in einem Wohnzimmer in Lichtenrade

Dem Meerschweinchen wurde am Vortag beim Tierarzt eine Geschwulst entfernt. Die Kinder sind noch immer sehr besorgt und laufen ständig zum Käfig, um nach dem Tier zu gucken. „Ihr müsst euch keine Sorgen machen, Krümel ist übern Berg“, beruhigt die Mutter die beiden. „Übern Berg?“, fragt die Vierjährige verständnislos. „Aber Krümel sitzt doch hier im Käfig!“

Sonnabend, 16 Uhr, in einem Wohnzimmer in Buckow

Der Enkel (1. Klasse) sieht zu, wie sich seine Oma mit ihrem neuen iPhone abmüht. Er will sie trösten: „Aber Oma, sei doch nicht so verzweifelt! Ich musste doch auch erst laufen lernen!“

Diesmal aufgeschnappt von Michael Nawrot, Beatrix Fricke und Editha Rochow. Haben auch Sie eine lustige oder denkwürdige Begebenheit mit Kindern erlebt? Dann schreiben Sie an familie@morgenpost.de