Verbrauchertipp für verantwortungsbewusste Familien

So bewegen sich Kinder sicher im Internet

Kinder sind von Natur aus neugierig. Das Internet hilft ihnen dabei, die Welt kennenzulernen.

Bei einer normalen Google-Suche finden sie aber möglicherweise auch unpassende Inhalte. Außerdem sind selbst Erwachsene manchmal überfordert mit der Masse an Informationen. Für junge Surfer gilt das umso mehr, sagt Kristin Langer, Medienpädagogin von der Initiative „Schau hin! Was dein Kind mit Medien macht“.

Einen Pfad in den Datendschungel schlagen spezielle Kindersuchmaschinen wie Blinde Kuh und FragFinn. Das Besondere an ihnen ist, dass sie redaktionell betreut werden. Hinter den Maschinen stehen also Menschen, die eine Seitenauswahl treffen. Bei Blinde Kuh ist deren wichtigste Aufgabe, Seiten so zu verschlagworten, dass Kinder das Gesuchte finden. So bekommen sie bei Blinde Kuh nur tatsächlich relevante Seiten angezeigt und nur höchstens zehn Seiten mit je zehn Treffern.

Hinter der Suchmaschine FragFinn steht ebenfalls eine umfangreiche Liste von Internetangeboten, die für Kinder interessant und unbedenklich sind. Diese sogenannte Whitelist werde täglich aktualisiert, ergänzt und permanent geprüft, erklären die Betreiber. FragFinn wird finanziert von Unternehmen aus der IT-Branche, Blinde Kuh bekommt eine Förderung vom Bundesfamilienministerium. Beide Suchmaschinen können deshalb auf Werbung verzichten. Bei anderen Kindersuchmaschinen wie Helles Köpfchen ist das nicht so.

Auf der sicheren Seite sind Kinder immer, wenn sie ihre Suche auf dem Kinderserver beginnen, empfiehlt Medienpädagogin Kristin Langer. Dort sind Blinde Kuh und FragFinn direkt eingebunden. Hinter dem Namen Kinderserver verbirgt sich ein Programm, das auf dem Familien-PC installiert wird und nur erwünschte Inhalte durchlässt. Dahinter stehen unter anderem das Familienministerium und der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco.

Das Alter, in dem Kinder auf eine normale Suchmaschine umsteigen können, liegt meist am Ende der Grundschulzeit zwischen neun und elf Jahren – je nach Medienerfahrung und Grundwissen im Umgang mit dem Internet. Testen lässt sich der Wissensstand des Nachwuchses mit dem „Surfschein“ auf der Seite InternetABC.de, die von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen betrieben wird. In zehn Lektionen können Kinder ihr Wissen überprüfen und lernen, sich sicher im Internet zu bewegen.

Als zusätzliche Unterstützung können Eltern in vielen Suchmaschinen einen Jugendschutzfilter einschalten. Bei Google und Bing ist er in den Einstellungen unter dem Namen SafeSearch zu finden. Eltern können hier entscheiden, ob nur Fotos und Videos oder zusätzlich auch unpassende Texte gefiltert werden sollen. Einmal aktiviert, lässt sich die Funktion aber leicht wieder abschalten, warnt die EU-Initiative Klicksafe. Fixieren kann die Einstellung nur, wer ein Nutzerkonto beim jeweiligen Betreiber der Suchmaschine anlegt.

Suchmaschinen für Kinder: www.blindekuh.de , www.fragfinn.de , www.helles-koepfchen.de . Filter und mehr Infos: www.kinderserver-info.de , www.schau-hin.info , www.klicksafe.de , www.internet-abc.de