Kindermode

Petit Cochon: Nachhaltige Kleidung, die jahrelang mit den Kleinen mitwächst

„Petit cochon“: Das heißt „kleiner Dreckspatz“ und steht für Kinderkleidung, die bis zu drei Jahre mitwächst.

Dafür sorgen umkrempelbare Bündchen, die sich automatisch an die richtige Stelle schieben. Eingefallen ist das zwei Müttern aus Tempelhof, der Architektin Selina Schweiker und der ehemaligen TV-Journalistin Friederike Sirin. Als „schlicht, geschmackvoll und simpel“ beschreibt Sirin die Kleidung in gebrochenen Farben, die in Berlin von zwei Näherinnen in Heimarbeit angefertigt wird. „Unser Stil ist eher nostalgisch und inspiriert von den 1930er-Jahren oder der Nachkriegszeit. Vielleicht auch ein bisschen Bullerbü“, sagt die dreifache Mutter. Die Kleidung ist absichtlich schmucklos, um sich von der Überdosis an Details abzuheben, die Kindermode häufig auszeichnet. Auch die Zahl der Muster bleibt begrenzt: Karos, Streifen, Pünktchen oder Sterne zieren die Kleidung. Spaß machen die Klamotten trotzdem: Durch die Kängurutaschen an Pullovern und Hosen können die Kids durchgreifen und in ihnen Steinchen oder Tannenzapfen verstauen.

„Wir wollen, dass man gezielt Sachen kauft, die länger passen“, erklärt Friederike Sirin das Konzept für nachhaltige Kleidung, die am Kaiserkorso 1 erhältlich ist. Im Programm ist auch eine Recycling-Hose, zu der die beiden alte Jeans umarbeiten. Bei der Rohstoff-Gewinnung binden sie ihre Kunden mit ein: Wer fünf Erwachsenenjeans bringt, darf eine Kinder-Recycling-Jeans mitnehmen. Alle anderen Stoffe, vor allem Baumwolle, Wolle, Viskose und Leinen, stammen aus deutscher Produktion mit Öko-Tex-Siegel.