Geldtipp

Auto, Steuer, Geld: Ein Check kann sich lohnen

Warum sollten Familien unnötig Geld ausgeben? Mit einigen Weichenstellungen können Verbraucher vor dem Jahreswechsel noch bares Geld sparen.

So kann es sich unter anderem lohnen, bei der Altersvorsorge bis zum Jahresende aktiv zu werden. Aber auch beim Auto, bei der Steuer und bei dem Ersparten lässt sich der ein oder andere Euro herausholen.

Auto: Autofahrer, die 2014 zu einem günstigeren Kfz-Versicherer wechseln wollen, müssen sich beeilen: Versicherte müssen ihre Policen in aller Regel bis zum 30. November kündigen. Durch den Wechsel lassen sich jährlich teils mehrere hundert Euro sparen. Ein Viertel der zugelassenen Autos wird 2014 in neue Typklassen umgestuft, wodurch sich Tarife verteuern oder verbilligen können. Ende 2012 führte die Branche zudem neue geschlechtsneutrale Tarife ein. Dies müssen Autofahrer bedenken, die neue Policen abschließen. Experten rechneten bereits zur Umstellung mit oft teureren Tarifen für Frauen.

Altersvorsorge: Riester-Sparer sollten noch vor Jahresende prüfen, ob sie alle staatlichen Zulagen beantragt haben. Nach zwei Jahren verfällt der Anspruch. Spätestens bis Ende Dezember müssen also die Zulagen für 2011 beantragt werden. Ein sogenannter Dauerzulagenantrag macht die jährlichen Anträge überflüssig.

Lohnsteuer: Der Wechsel der Steuerklasse kann sich für Ehepaare lohnen, die 2014 Leistungen erhalten, die vom Nettoeinkommen abhängen – also Arbeitslosengeld, Elterngeld oder Krankengeld. Der Partner, der sein monatliches Netto erhöhen will, nimmt die Klasse III, in der er weniger Steuern zahlt, also ein höheres Nettogehalt erhält. Auch mit der Beantragung von Freibeträgen – etwa für Fahrtkosten zur Arbeit, Kinderbetreuung oder Haushaltshilfen – kann das Netto erhöht werden. Noch bis Jahresende müssen Arbeitnehmer ihre Freibeträge beantragen, wenn sie ab Januar berücksichtigt werden sollen. Sämtliche Änderungen bei den Lohnsteuermerkmalen werden beim Finanzamt beantragt.

Investitionen: Wer bestimmte Ausgaben noch in das laufende Jahr vorzieht, kann Steuern sparen. So lohnt es sich mitunter, Ausgaben noch in diesem Jahr zu bündeln, die als Werbungskosten absetzbar sind, sofern sie die Grenze von 1000 Euro überschreiten. Zu den Werbungskosten zählen alle beruflich bedingten Ausgaben von Arbeitsmitteln bis Kinderbetreuung. 1000 Euro an Werbungskosten werden über den Arbeitnehmer-Pauschbetrag sowieso abgedeckt. Was in einem Kalenderjahr aber darüber hinausgeht, lässt sich steuerlich geltend machen. Auch kann es sich lohnen, in diesem Jahr noch von einem Fachbetrieb etwas in Haus und Garten erledigen zu lassen. Handwerkerleistungen lassen sich bis zu 1200 Euro pro Jahr absetzen, haushaltsnahe Dienstleistungen bis zu 4000 Euro.

Geldanlage: Anleger sollten bei ihrer Bank die Freistellungsaufträge für Zinsen und andere Kapitalerträge prüfen. Die Verteilung des Steuerfreibetrags kann noch bis Ende des Monats Dezember angepasst werden. Für Gewinne, die über den festgelegten Freibetrag von 801 Euro hinausgehen, müssen Anleger pauschal 25 Prozent Abgeltungsteuer bezahlen – doch auch hier können Verbraucher die Belastung unter Umständen senken: So können Verluste aus Wertpapiergeschäften bei einer Bank mit Gewinnen bei einem anderen Institut verrechnet werden. Verbraucher sollten bei ihrer Bank deswegen bis zum 15. Dezember eine Verlustbescheinigung anfordern.