Geldtipp

Haushaltsgeräte-Datenbank hilft beim Energiesparen

Die Stromkosten steigen Jahr um Jahr. Wer die Zahlungen eindämmen will, sollte in neue, energiesparende Geräte investieren.

Das kann sich schnell rentieren, denn Haushaltsgeräte sind Energiefresser. Ihr Verbrauch macht etwa die Hälfte der Stromrechnung aus. Am meisten schlagen Kühlschränke und Gefriergeräte zu Buche: Ihr Anteil an der Rechnung beträgt laut Bosch Siemens Hausgeräte 21 Prozent. Für Kochen und Backen gehen neun Prozent drauf, sieben Prozent für Waschen und Trocknen. Der Geschirrspüler verbraucht im Schnitt drei Prozent der Energie im Privathaushalt. Einen hohen Verbrauch haben grundsätzlich ältere Geräte.

Wann der geeignete Zeitpunkt für einen Neukauf ist, können Verbraucher mit Hilfe einer Datenbank der Deutschen Energie-Agentur (dena) ermitteln. Auf der Webseite www.topgeraete.de finden sie Informationen zu etwa 5000 energieeffizienten Geräten. Dort können sie Baujahr und Größe ihres aktuellen Gerätes eingeben und erkennen, um wie viel sie ihre Stromkosten mit einem neuen Modell senken können. Tina Kienzel von der Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt Verbrauchern zudem, sich über ihre Bedürfnisse klar zu werden: „Beim Kühlschrank muss es nicht immer das größte Modell sein“, sagt die Expertin. „Immerhin steigt der Stromverbrauch pro 100 Liter Nutzungsvolumen um 20 Prozent. Für einen Single genügen 100 bis 140 Liter, Familien sollten pro Person 50 Liter einkalkulieren.“

Orientierung bietet auch das EU-Label. Es informiert über die Energieeffizienz. Bei Kühl- und Gefriergeräten, Wasch- und Spülmaschinen sowie Wäschetrocknern reicht die Skala von A+++ bis D. Die Klasse A+++ steht für besonders effizient, A++ ist mäßig. Geräte mit A+ oder A sollte man eher meiden, informieren die Energieberater der Verbraucherzentralen. Sie haben unter http://dpaq.de/PgZ7T eine Liste besonders effizienter Haushaltsgeräte zusammengestellt. Die Deutsche Energie-Agentur empfiehlt, möglichst Neugeräte der besten Klasse zu kaufen. Aber: „Da A+++-Geräte recht neu am Markt sind, sind sie teilweise noch eher teuer in der Anschaffung“, so dena-Experte Richard Agerer. „Hier gilt es die Stromkostenersparnis mit den Mehrkosten beim Kauf zu vergleichen. Es kann passieren, dass sich die Kosten während ihrer durchschnittlichen Lebensdauer nicht ganz amortisieren.“