Geldtipp

Ein Dispo-Kredit lohnt sich allenfalls kurzfristig

Die Tochter möchte neue Möbel für ihr Jugendzimmer? Der Sohn braucht Geld für einen Umzug? Je älter Kinder werden, desto kostspieliger werden in der Regel ihre Wünsche und die notwendigen Anschaffungen. Eltern sollten genau überlegen, wie sie das Geld für die Ausgaben aufbringen, damit sie nicht unnötig tief in die Tasche greifen.

Der Dispokredit ist eine unkomplizierte Methode, um schnell an Geld zu kommen. Dabei kann das Konto im Dispositionsrahmen einfach überzogen werden. Allerdings ist er im Vergleich zu anderen Kreditarten auch teuer. Nach Angaben des Bundesverbandes deutscher Banken in Berlin liegt der Zinssatz für Dispokredite derzeit bei durchschnittlich 9,6 Prozent. Für einen Ratenkredit mit einer Laufzeit von 36 Monaten werden laut der unabhängigen FMH-Finanzberatung in Frankfurt hingegen nur durchschnittlich 5,88 Prozent Zinsen fällig.

Kunden sollten deshalb genau rechnen, wenn sie größere Summen benötigen. Ein Beispiel: Wer sein Konto mit 1000 Euro für eine Woche überzieht, zahlt bei einem angenommenen Dispozins von zwölf Prozent knapp 2,50 Euro. Bleibt das Konto einen Monat lang mit diesem Betrag im Minus, fallen etwa zehn Euro Zinsen an, nach sechs Monaten sind es schon rund 60 Euro. Zum Vergleich: Bei einem Ratenkredit mit einem Zinssatz von 5,88 Prozent müsste der Kunde nach sechs Monaten nur rund 18 Euro an Zinsen aufbringen.