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Ehrentag für Mütter

Geschichte In vielen Ländern ist der zweite Sonntag im Mai Muttertag. Der Brauch geht auf eine Initiative der US-Frauenrechtlerin Anna Jarvis zurück. Um ihre 1905 gestorbene Mutter zu ehren und auf Probleme von Frauen aufmerksam zu machen, forderte sie einen Festtag für alle Mütter. US-Präsident Woodrow Wilson führte 1914 auf Wunsch des Kongresses den zweiten Sonntag im Mai als nationalen Ehrentag für Mütter ein. Floristikverbände brachten den Tag nach Europa. In Deutschland wurde die Idee 1923 aufgegriffen. Noch heute bekommen Mütter als Dank vor allem Blumen.

Geschenke Durchschnittlich 25 Euro geben die Bundesbürger für ein Muttertagsgeschenk aus. Im Jahr 2012 wurden einer Statistik zufolge in der Woche vor dem Feiertag rund 120 Millionen Euro für Schnittblumen ausgegeben. Beliebte Geschenke sind neben Blumen auch Schokolade und andere Süßigkeiten – und natürlich Selbstgebasteltes vom Nachwuchs.

Bedeutung Die Einstellungen zum Muttertag sind in Deutschland zwiegespalten. Einerseits empfinden ihn viele Mütter als altmodisch. Andererseits freuen sich fast genauso viele über die Anerkennung ihrer Arbeit. Von 1001 Müttern, die Forsa im Auftrag der Zeitschrift „Eltern“ befragt hatte, gaben 57 Prozent an, den Muttertag zu feiern. 48 Prozent finden ihn schön, „weil er meine Leistung anerkennt“. Nahezu die Hälfte der Mütter mit minderjährigen Kindern in Deutschland (47 Prozent) bewerten einer Studie im Auftrag der DAK zufolge die körperlichen und psychischen Belastungen durch Kinder als groß oder sogar sehr groß. Größter Stress-Faktor ist bei 75 Prozent der Befragten die Mehrfachbelastung durch Erziehung, Haushalt oder Beruf.