Geldtipp

Fälschern im Urlaub nicht auf den Leim gehen

So können Familien sparen

Ist ein Markenprodukt zu billig, sollte der Käufer misstrauisch werden – es könnte eine Fälschung sein. Aber nicht alle Plagiate sind sehr preiswert, sagt Christine Lacroix von der Aktion Plagiarius. Der Verein setzt sich für den Schutz vor Produkt- und Markenpiraterie ein. „Es gibt Rolex-Fälschungen für 30 Euro, man kriegt aber auch eine gefälschte Rolex für 300 oder sogar 3000.“ Einige Fälscher seien sehr professionell. Richtig teure illegale Kopien seien manchmal sogar qualitativ hochwertig – aber eben keine Originale. Immer mehr gefälschte Produkte kommen über die Grenzen nach Deutschland.

Den Unterschied zwischen einer echten und einer sehr guten gefälschten Uhr könnten Laien nur schwer erkennen, warnt Lacroix. „Aber es gibt offenbar auch Dinge, die man nur sehr schwer nachmachen kann“, sagt sie. Dazu zähle unter anderem die sehr große analoge Datumsanzeige auf dem Zifferblatt einer Armbanduhr. Auch Leuchtmaterial auf Ziffernblatt oder Zeigern sei schwer nachzumachen. Fälschungen hätten auch in der Regel ein Quarz- und kein Automatik-Uhrwerk.

Häufig sei aber der geringe Preis durchaus ein Indiz für eine Fälschung. Finde ein Tourist im Urlaub auf einem Markt sehr günstige Markenprodukte, sollte er die Finger davon lassen, sagt Lacroix. Urlauber sollten sich bewusst machen, dass neben geringer Qualität auch schlechte Arbeitsbedingungen oder Kinderarbeit Gründe für den Schnäppchen-Preis seien.