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Von Walzer bis Rock'n'Roll

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Geschichte Tanzunterricht gab es schon im Mittelalter, damals allerdings nur bei Hofe. Jedermann lernte den Gesellschaftstanz erst sehr viel später. Die älteste Tanzschule in Deutschland, die heute noch existiert, sitzt in Gießen und hat gerade ihr 225-jähriges Jubiläum gefeiert. Zunächst allerdings fand Tanzen hier als Nebenfach in einer normalen Schule statt. Nach 1900 wurden dann immer mehr Tanzschulen gegründet. Am 10. Dezember 1912 fand in Berlin im Admiralspalast das erste deutsche Tanzturnier statt. Einen ersten Tanz-Boom gab es während der 20er-Jahre, vor allem in Großstädten wie Berlin. Auf dem Lande zogen die Tanzlehrer mit Koffern von Gasthof zu Gasthof und brachten den Gästen dort Tanzschritte bei. Einen zweiten Boom gab es nach dem Zweiten Weltkrieg, damals wurden viele Tanzschulen gegründet, der Besuch einer Tanzschule gehörte für Jugendliche bis in die 80er-Jahre hinein zum Standard-Freizeitprogramm.

Welttanzprogramm Der weltweite Dachverband der nationalen Tanzlehrerverbände, das World Dance Council (WDC), zählt 16 Tänze zum Welttanzprogramm: Langsamer und Wiener Walzer, Foxtrott, Blues, Tango, Cha-Cha-Cha, Boogie-Woogie, Jive, Rumba, Samba, Paso Doble, Discofox, Marschfox, Salsa, Merengue und Rock' n' Roll. Im Anfängerkurs werden nicht alle diese Tänze gelehrt. Merengue, Salsa, Rock' n' Roll, Paso Doble, Blues und Marschfox fallen oft weg oder werden in speziellen Kursen gelehrt. Der WDC ernennt jedes Jahr einen Tanz des Jahres. Im vergangenen Jahr war es Foxtrott, in diesem Jahr erhielt Rumba den Titel.

Infos Unter www.tanzen.de gibt der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverbandes (ADTV) einen Überblick über die Angebote in den Tanzschulen, über das Welttanzprogramm, und man kann ADTV-Tanzschulen nach Regionen suchen. Zum Verband gehören mehr als 800 Tanzschulen, dazu weitere 1200 angestellte Tanzlehrer. Eine Linksammlung zum Thema Tanzen gibt es unter tanzinfo.de. Einen (nicht vollständigen) Überblick über Tanzschulen in Berlin gibt tanzeninberlin.de.

( aku )