Geldtipp

Häusliche Krankenpflege statt Klinikbett

Das Thema Pflege betrifft meistens alte Menschen.

Doch auch junge Menschen haben Anspruch auf Pflegeleistungen. Etwa, wenn sie so früh aus dem Krankenhaus entlassen werden, dass sie sich noch nicht selbst versorgen können. Oder wenn nur so eine medizinische Behandlung gesichert werden kann. Die so genannte Häusliche Krankenpflege kann gerade für Familien hilfreich sein.

Häusliche Krankenpflege meint zum einen die Krankenhausvermeidungspflege. Sie wird bezahlt, wenn eine Krankenhausbehandlung geboten wäre, aber nicht möglich ist oder abgelehnt wird. Dann übernehmen ambulante Pflegedienste die Versorgung. Auch kommt Häusliche Krankenpflege infrage, wenn dadurch der Krankenhausaufenthalt verkürzt werden kann, der Patient aber noch Hilfe braucht. Beispiel doppelter Armbruch: Der Betroffene muss zwar nicht mehr in der Klinik liegen, kann sich aber weder anziehen noch kochen. Voraussetzung ist immer, dass keine andere im Haushalt lebende Person diese Aufgaben übernehmen kann. Außerdem muss eine ärztliche Verordnung vorliegen. Die Verordnung reicht aber nicht aus, um einen Pflegedienst zu buchen und mit der Kasse abzurechnen. Die Kasse muss die Pflege auch genehmigen. Anders als die Pflegeversicherung übernimmt die Kasse die tatsächlich anfallenden Kosten. Der Patient muss allerdings für die ersten 28 Tage im Kalenderjahr zehn Prozent der Kosten selbst zahlen. Für jede Verordnung fallen zehn Euro an.

( dpa )